Nel ASA Aktie: 11 Millionen Euro EU-Tranche im Q2 erwartet

Nel-Aktie steigt 56 Prozent, doch Aufträge brechen ein. EU-Millionen und neue Technik sollen die Wende bringen.

Auf einen Blick:
  • Kursplus von 56 Prozent seit Jahresstart
  • Auftragseingang bricht um 73 Prozent ein
  • EU-Zuschuss von elf Millionen Euro erwartet
  • Neue Plattform soll Produktion vervierfachen

Starke Kursgewinne, schwache Fundamentaldaten. Bei Nel ASA klaffen Börsenstimmung und operative Realität derzeit auseinander. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um rund 56 Prozent zu. Operativ wartet der Wasserstoff-Spezialist auf einen wichtigen EU-Zuschuss und neue Aufträge.

Am Freitag schloss das Papier bei 0,30 Euro. Damit notiert der Kurs knapp unter seinem Jahreshoch. Der Abstand zur 200-Tage-Linie bleibt mit 48 Prozent gewaltig.

Schwache Zahlen, starker Kurs

Operativ sieht das Bild trüber aus. Im ersten Quartal brach der Auftragseingang um 73 Prozent ein. Der Auftragsbestand schrumpfte auf 1,1 Milliarden norwegische Kronen.

Immerhin sank der Nettoverlust. Das Management hatte zuvor ein Viertel der Belegschaft entlassen. Dadurch fielen die Personalkosten deutlich geringer aus.

Die Liquidität reicht aktuell nur bis Ende 2026. Entsprechend wichtig ist ein erwarteter Geldfluss aus Brüssel. Nel rechnet im laufenden Quartal mit der ersten Tranche aus dem EU-Innovationsfonds.

Neue Technik und EU-Millionen

Diese erste Zahlung umfasst elf Millionen Euro. Insgesamt hat die EU bis zu 135 Millionen Euro zugesagt. Das frische Kapital fließt in eine neue Druckalkali-Plattform im Werk Herøya.

Mit dem Geld plant Nel einen massiven Ausbau. Die jährliche Produktionskapazität soll von einem auf vier Gigawatt steigen. Die neue Technologie soll die Investitionskosten für Kunden um bis zu 60 Prozent senken.

Der Technologiewechsel birgt jedoch Risiken für die Bilanz. Nel prüft derzeit den Buchwert seiner alten Produktionslinien. Diese Anlagen stehen aktuell still. Die Folge: Eine Abschreibung könnte die Halbjahreszahlen belasten.

Abschreibungen und Analysten-Skepsis

Marktbeobachter bleiben skeptisch. Berenberg senkte das Kursziel auf 2,30 Kronen. Die Citigroup kappte ihre Prognose auf 2,40 Kronen. Kaufempfehlungen fehlen bei beiden Banken.

Das Marktumfeld bietet derweil etwas Rückenwind. Gigawatt-Projekte nehmen weltweit zu. Erst kürzlich schrieb der Oman ein Wasserstoff-Kraftwerk mit bis zu einem Gigawatt Kapazität aus.

Am 15. Juli präsentiert Nel die Ergebnisse für das erste Halbjahr. Bis dahin achten Investoren auf jegliche Auftragsmeldungen für die neue Plattform. Jeder noch so kleine Vertrag gilt als Beweis für die Markttauglichkeit der neuen Systeme.

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