Nektar Therapeutics hat am Montag Daten aus der Verlängerungsphase seiner Phase-2b-Studie REZOLVE-AA veröffentlicht, und die Geschichte, die diese Zahlen erzählen, ist eigentlich ziemlich ungewöhnlich für ein Biotech-Unternehmen in dieser frühen Phase: Das Mittel wird mit der Zeit besser.
Nach 36 Wochen hatten gut 15 beziehungsweise rund 16 Prozent der Patienten in der Niedrig- und Hochdosisgruppe einen SALT Score von 20 oder darunter erreicht, also 80 Prozent oder mehr Kopfhautbedeckung durch Haare. Nach 52 Wochen waren es knapp 26 beziehungsweise rund 28 Prozent. In der Placebo-Gruppe blieb der Wert bei gut 7 Prozent, stabil wie ein Fels.
29 beziehungsweise 31 Prozent der Patienten in den beiden Dosisarmen erreichten diesen SALT-Score-Schwellenwert sogar neu zwischen Woche 36 und Woche 52. Das heisst: Diese Patienten hatten nach 36 Wochen noch nicht angesprochen, und dann doch noch.
Der Mechanismus macht den Unterschied
Rezpegaldesleukin ist kein weiterer JAK-Inhibitor. Es ist ein sogenannter IL-2-Pathway-Agonist, der regulatorische T-Zellen stimuliert und damit an der eigentlichen Ursache der Erkrankung ansetzt. Jonathan Silverberg von der George Washington University, einer der beteiligten Prüfärzte, spricht von einem Phänomen, das man schon in der Atopie-Studie beobachtet habe: Der Treg-Mechanismus entfalte seinen klinischen Nutzen zunehmend über die Zeit.
Das ist der Kern des Arguments. JAK-Inhibitoren sind in der Alopecia-areata-Behandlung zwar zugelassen, aber mit erheblichen Sicherheitsauflagen belegt. Rezpegaldesleukin zeigte über 52 Wochen ein günstiges Sicherheitsprofil, fast alle Nebenwirkungen waren mild bis moderat und klangen ohne Intervention ab. 94 Prozent der Patienten schlossen die Verlängerungsphase ab, kein einziger brach wegen einer Nebenwirkung ab.
Nektar Therapeutics Aktie Chart
Nektar plant den nächsten Schritt
CEO Howard Robin sprach von „überzeugenden Wirksamkeits- und Sicherheitsvorteilen“ und kündigte an, die REZOLVE-AA-Daten auf einer medizinischen Konferenz 2026 zu präsentieren. Die FDA hatte dem Wirkstoff bereits im Juli 2025 Fast Track Designation für schwere Alopecia areata erteilt, nachdem im Februar 2025 schon eine Fast Track Designation für atopische Dermatitis folgte.
Nektar ist ein klinisches Unternehmen ohne zugelassenes Produkt. Das Risiko bleibt. Aber die Datenlage nach 52 Wochen ist zumindest das Gegenteil von dem, was man bei Biotech-Studien so oft sieht: ein Wirkstoff, der mit der Zeit besser wird statt schlechter.
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