Wer am Montag einen Blick auf die breiten Indizes warf, sah vor allem Rot. Der S&P 500 verlor 0,5 Prozent, der Dow Jones gut ein Prozent, der Nasdaq immerhin 0,3 Prozent. Geopolitik, konkret die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, drückte auf die Stimmung. Und der Chip-Sektor? Der Philadelphia Semiconductor Index gab 0,5 Prozent nach, AMD rutschte fast 5 Prozent ab, Arm 4 Prozent, Qualcomm 4,5 Prozent.
Gegen den Strom
In diesem Umfeld legte die Nebius Group-Aktie um rund 14 Prozent zu. Kein Ausrutscher, kein Strohfeuer am Vormittag, sondern ein stabiles Plus bis in den Nachmittag hinein. Nebius, der KI-Cloud-Anbieter, der aus dem früheren Yandex-Konzern hervorgegangen ist, zog damit deutlich stärker an als Wettbewerber CoreWeave, der immerhin knapp 7 Prozent gewann.
Applied Digital kletterte fast 5 Prozent, DigitalOcean 4 Prozent, der australische Rechenzentrumsbetreiber IREN sogar 9,5 Prozent. Die KI-Infrastruktur-Wette läuft, während der Rest des Marktes die Füße stillhält.
Nebius Group N.V. Aktie Chart
2 Billionen Dollar Auftragsbestand
Den Kontext liefert Cloud Wars mit einer Zahl, die man zweimal lesen muss: Die kombinierten Auftragsbestände von Google, Oracle, Microsoft und AWS haben zusammen die Marke von 2 Billionen Dollar überschritten. Bob Evans, Gründer von Cloud Wars, brachte es so auf den Punkt: Alle vier Hyperscaler hätten bestätigt, dass die Kundennachfrage die verfügbare Rechenzentrums-Kapazität weiterhin übersteige. Oracle legte am Montag 6 Prozent zu, Amazon immerhin 1 Prozent.
Für Nebius ist das der Rückenwind, den die Aktie gerade nutzt. Wer die Kapazität baut, die Hyperscaler nicht schnell genug selbst bereitstellen können, sitzt an einem strukturellen Engpass. Und strukturelle Engpässe lassen sich gut bezahlen.
Chip-Riesen unter Druck
Dass ausgerechnet Micron Technology an diesem Tag um 7 Prozent stieg und damit die einzige nennenswerte Ausnahme im Chip-Sektor bildete, passt ins Bild. Speicher für KI-Workloads bleibt gefragt. Intel verlor 3 Prozent, Broadcom 2 Prozent. AMD und Arm standen vor ihren Quartalszahlen unter Abgabedruck, was nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen ist, eher das übliche Nervenflattern vor Earnings.
Nebius hingegen veröffentlicht seine Zahlen nicht diese Woche. Die Aktie stieg also ohne diesen Katalysator. Was sie treiben wird, wenn die Zahlen tatsächlich kommen, ist eine andere Frage. Eine, die sich der Markt offenbar schon stellt.
Nebius Group (ex Yandex)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nebius Group (ex Yandex)-Analyse vom 06. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Nebius Group (ex Yandex)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nebius Group (ex Yandex)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nebius Group (ex Yandex): Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
