In der KI-Infrastruktur ist Tempo gefragt – und genau das dürfte Nebius in den kommenden Tagen liefern müssen. Am Donnerstag legt das Unternehmen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor, nachdem zuletzt mehrere Großaufträge und Ausbaupläne Schlagzeilen machten. Gleichzeitig zeigte die Aktie in dieser Woche, wie nervös der Markt bei dem Thema reagieren kann.
Worauf kommt es bei den Zahlen an? Vor allem darauf, ob das starke Vertragsmomentum auch in der Umsatzentwicklung sichtbar wird.
- Zahlen-Termin: Donnerstag, vor US-Börsenstart, anschließend Telefonkonferenz um 8:00 Uhr ET
- Erwarteter Q4-Umsatz (Konsens): rund 246 Mio. US-Dollar
- Q3-Umsatz (Ist): 146,1 Mio. US-Dollar
Termin und Erwartungen
Nebius veröffentlicht die Q4-Zahlen am Donnerstag vor Handelsbeginn, danach folgt eine Telefonkonferenz. Analysten rechnen laut MarketBeat mit einem Quartalsumsatz von etwa 246 Mio. US-Dollar. Zum Vergleich: Im dritten Quartal meldete das Unternehmen 146,1 Mio. US-Dollar Umsatz – ein Wert, der im Text als Teil des Wachstumskurses der GPU-Cloud-Dienste eingeordnet wird.
Israel-Auftrag und Rechenzentrumspläne
Ein wichtiger operativer Baustein kam im Januar aus Israel. Am 20. Januar wurde Nebius von der Israel Innovation Authority ausgewählt, die nationale KI-Supercomputer-Infrastruktur zu entwickeln und zu betreiben. Das System ist laut Data Center Dynamics bereits in Betrieb und nutzt 1.000 NVIDIA B200 Accelerators im Rahmen des Telem-Programms. Das Projektvolumen wird mit 140 Mio. US-Dollar beziffert.
Parallel dazu weitete Nebius die Präsenz im Land über einen zusätzlichen Leasingvertrag aus: Im Januar wurde mit Mega Or eine 80-MW-Rechenzentrumsanmietung für zwei geplante Standorte vereinbart – Masmiyya (22 MW) und Beit Shemesh (58 MW). Die geschätzten Baukosten für die Rechenzentren liegen bei rund 880 Mio. US-Dollar.
Großkunden, Kapazität und Kursbewegung
Beim Umsatzblick stechen zwei mehrjährige Vereinbarungen heraus. Laut Morningstar-Recherche (zitiert auf Yahoo Finance) wurde Microsoft im September 2025 ein bedeutender Kunde – im Rahmen einer mehrjährigen Vereinbarung mit einem ausgewiesenen Umsatzvolumen von 17 Mrd. US-Dollar für Rechenkapazität. Im November 2025 folgte ein 3-Mrd.-US-Dollar-Deal mit Meta; Data Center Dynamics berichtete zudem, Nebius habe damals angegeben, die Kapazität sei ausverkauft gewesen. Das Unternehmen nennt als Ziel, die Kapazität bis Ende 2026 auf 2,5 GW auszubauen.
An der Börse blieb es zuletzt unruhig: Die Aktie schloss am 5. Februar bei 73,87 US-Dollar und verlor damit mehr als 10% an einem Handelstag. In den Wochen zuvor war der Kurs bereits vom 52‑Wochen-Hoch von 141,10 US-Dollar (Ende 2025) zurückgekommen. Die Marktkapitalisierung wird – je nach jüngstem Kursniveau – mit rund 18,6 bis 20,75 Mrd. US-Dollar angegeben. Gewinnseitig ist Nebius weiterhin nicht positiv: Für die vergangenen zwölf Monate wird ein EPS von -0,19 genannt.
Zum operativen Ausbau passt auch die technische Einordnung: Nebius agiert als Reference Platform NVIDIA Cloud Partner. Im Dezember 2025 wurden laut Unternehmensblog im finnischen Rechenzentrum die ersten in Europa operativen NVIDIA GB300 NVL72-Systeme ausgerollt.
Am Donnerstag dürften damit vor allem zwei Punkte im Mittelpunkt stehen: der Q4-Umsatz im Verhältnis zur Erwartung von rund 246 Mio. US-Dollar und jede konkrete Einordnung, wie sich die bereits kommunizierten Großverträge und die geplante Kapazitätsausweitung bis Ende 2026 in den kommenden Quartalen niederschlagen.
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