Nebius hat am Freitag von einer Erholung der KI-Aktien nach dem scharfen Ausverkauf im Technologiesektor profitiert. Reuters nannte das Unternehmen ausdrücklich unter den sogenannten Neocloud-Anbietern, deren Aktien sich im Zuge der Branchenbewegung erholten. Die Nebius-Aktie legte um 8,4% zu und schloss bei 116,30 €.
Microsoft prüft Rechenzentrumsprojekte strenger
Der Erholung waren neue Sorgen über Rechenzentrumsprojekte vorausgegangen. Bloomberg berichtete am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, Microsoft habe die Kontrolle einiger Projekte mit Nebius, IREN und Nscale verschärft. Zudem habe sich Microsoft aus Projekten zurückgezogen, die das Unternehmen als riskant eingestuft habe.
Dem Bericht zufolge diskutierte Microsoft außerdem darüber, ob es neue Vereinbarungen mit Neocloud-Anbietern abschließen solle. Reuters griff die Bloomberg-Meldung auf und berichtete von anschließenden Kursverlusten in dieser Anbietergruppe. Die Aussagen betrafen damit mehrere Unternehmen, nicht allein Nebius.
Medienberichten zufolge stützten am Freitag auch die besser als erwarteten Umsätze von IREN die Stimmung für KI-Cloud-Anbieter. Dessen KI-Cloud-Umsatz hatte sich gegenüber dem Vorquartal nahezu verdreifacht. Die Berichterstattung wertete dies als Entlastung für die zuvor aufgekommenen Nachfragesorgen.
Kaufempfehlung trotz niedrigerem Kursziel
Citigroup senkte am Mittwoch vor dem anstehenden Quartalsbericht das Kursziel für Nebius von 324 $ auf 265 $. Die Kaufempfehlung bestätigte das Analysehaus dabei.
Nebius hat angekündigt, die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 12. November vor Börsenbeginn zu veröffentlichen. Damit steht nach der sektorweiten Erholung als nächster bestätigter Unternehmenstermin die Vorlage der Geschäftszahlen an.
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