Nebius Aktie: Michael Burry setzt auf fallende Kurse

Nebius veröffentlicht Q2-Zahlen am 12. August, während Michael Burry mit einer Short-Position gegen die Aktie wettet. Die Bewertung des KI-Infrastruktur-Anbieters steht auf dem Prüfstand.

Auf einen Blick:
  • Quartalsbericht am 12. August erwartet
  • Burry wettet gegen Nebius-Aktie
  • Umsatzwachstum von 684 Prozent im Q1
  • Investitionsausgaben-Prognose auf 25 Mrd. Dollar erhöht

Nebius Group steuert auf eine entscheidende Woche zu. Am Mittwoch, 12. August, legt der auf Nasdaq gelistete KI-Infrastrukturanbieter vor Börsenöffnung seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Überschattet wird der Termin von einem prominenten Gegner: Der Investor Michael Burry hat eine Short-Position gegen die Aktie eröffnet und bezeichnete den Trade öffentlich als „Fish in a Barrel“ – zu Deutsch etwa „Kinderspiel“.

Am Markt ist die Verunsicherung spürbar. Zum Schluss des Handels am Freitag notierte die Nebius-Aktie bei 162,56 Euro, ein Tagesminus von 1,49 Prozent. Die Erholung der vergangenen Wochen ist damit ins Stocken geraten.

Vom Rekordhoch, das die Aktie im Juni erreicht hatte, trennen das Papier inzwischen 37,72 Prozent. Seit Jahresbeginn steht trotz der jüngsten Schwäche noch immer ein Plus von 121,17 Prozent zu Buche – ein Beleg dafür, wie stark der KI-Infrastruktur-Hype die Bewertung zuvor getrieben hatte.

Burry sieht überzogene Gewinne durch GPU-Abschreibung

Burry positionierte sich Anfang August gegen Nebius bei einem Kurs von 211,77 Dollar und gegen Oracle bei 144,63 Dollar. Sein Argument: KI-Infrastrukturunternehmen würden ihre Gewinne durch eine zu langsame Abschreibung ihrer Grafikprozessoren künstlich aufblähen. Bei Oracle könnten die Gewinne bis 2028 nach seiner Einschätzung um 26 bis 27 Prozent überzeichnet sein. Die Nachricht über seine Position hatte die Nebius-Aktie bereits am 6. August um rund 10 Prozent auf etwa 197 Dollar gedrückt – nachdem das Papier im Juli bereits um 31,1 Prozent eingebrochen war.

Q1-Rekordwachstum trifft auf explodierende Investitionen

Operativ liefert Nebius weiterhin beeindruckende Zahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 399 Millionen Dollar, ein Plus von 684 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als lediglich 50 Millionen Dollar zu Buche standen.

Das Kerngeschäft mit KI-Infrastruktur wuchs sogar um 841 Prozent auf 390 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 129,5 Millionen Dollar bei einer Marge von 32 Prozent, unter dem Strich blieb jedoch ein Nettoverlust von 100,3 Millionen Dollar stehen.

Die Wachstumsdynamik zeigt sich auch in der Kapazitätsplanung: Nebius hob seine Prognose für die Leistungskapazität von zuvor 1 Gigawatt auf über 4 Gigawatt an. Ein zentraler Wachstumstreiber ist ein Vertrag mit Meta, der dem Unternehmen über fünf Jahre bis zu 27 Milliarden Dollar einbringen soll.

Kapitalbedarf: Milliarden für GPUs und Rechenzentren

Dieses Wachstum verlangt enormes Kapital. Allein im ersten Quartal investierte Nebius 2,5 Milliarden Dollar in Grafikprozessoren. Finanziert wird die Expansion über eine Mischung aus Cash-Reserven und frischem Fremdkapital: Zum Ende des ersten Quartals verfügte das Unternehmen über 9,3 Milliarden Dollar an Barmitteln, nachdem es sich im selben Zeitraum 6,3 Milliarden Dollar frisches Kapital beschafft hatte – darunter eine Investition von Nvidia über 2 Milliarden Dollar. Im Juli kamen weitere 775 Millionen Dollar an Fremdkapital hinzu.

Für das Gesamtjahr 2026 hat Nebius seine Investitionsausgaben-Prognose auf 20 bis 25 Milliarden Dollar angehoben, nachdem zuvor eine Spanne von 16 bis 20 Milliarden Dollar galt. Der erwartete Jahresumsatz soll zwischen 3,0 und 3,4 Milliarden Dollar liegen. Kritiker verweisen auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis: Auf Basis der erwarteten Erlöse wird die Aktie mit etwa dem 14-Fachen bewertet, während der Sektor im Schnitt nur auf das 3,3-Fache kommt. Auf Basis der Umsätze der vergangenen zwölf Monate errechnet sich sogar ein Verhältnis von rund 55.

Ausblick auf den 12. August

Für das zweite Quartal rechnen Analysten im Konsens mit einem Umsatz von 578 Millionen Dollar und einem Verlust von 0,52 Dollar pro Aktie. Angesichts der Burry-Wette und der bereits eingepreisten hohen Wachstumserwartungen dürfte die Reaktion auf die Zahlen am Mittwoch besonders heftig ausfallen. Bestätigt Nebius die angehobene Kapazitäts- und Umsatzprognose, könnte das dem Short-Argument von Burry entgegenwirken. Bleiben die Verluste jedoch größer als erwartet, dürfte die Debatte über die Nachhaltigkeit der KI-Infrastruktur-Bewertungen neue Nahrung erhalten.

Nebius Group (ex Yandex)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nebius Group (ex Yandex)-Analyse vom 09. August liefert die Antwort:

Die neusten Nebius Group (ex Yandex)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nebius Group (ex Yandex)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nebius Group (ex Yandex): Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)