Nebius Aktie: Leopold Aschenbrenner hält 5,6 Prozent

Nach Einstieg eines KI-Experten sehen Analysten Risiken bei Nebius. Die Aktie schwankt zwischen Optimismus und Skepsis.

Auf einen Blick:
  • KI-Forscher hält 5,6 Prozent
  • Analysten starten mit Neutral-Rating
  • Investitionsplan auf 25 Milliarden erhöht
  • Umsatzwachstum von 684 Prozent

Zwei Wochen nach dem Einstieg eines prominenten KI-Forschers bekommt die Nebius-Aktie Gegenwind von der Analystenseite. Der Aktienkurs zeigt sich volatil.

Großinvestor setzt Zeichen

Der frühere OpenAI-Forscher Leopold Aschenbrenner hält 5,6 Prozent an Nebius. Marktteilnehmer werten den披露 als klares Vertrauensvotum aus der KI-Szene. Aschenbrenner setzt damit auf die Wette des Unternehmens, sich als Spezialist für KI-Cloud-Infrastruktur zu positionieren.

Die Aktie hatte zuletzt kräftig zugelegt. Grund war die aggressive Expansion in GPU-as-a-Service und große KI-Rechencluster.

Analysten bleiben skeptisch

BNP Paribas Exane startete die Coverage mit einem „Neutral“-Rating und einem Kursziel von 255 Dollar. Das liegt knapp unter dem aktuellen Kurs von rund 263 Dollar.

Die Zurückhaltung ist kein Einzelfall. Citigroup liegt mit 287 Dollar zwar deutlich höher, der Marktkonsens dagegen bei nur 188 Dollar. Die Spannbreite ist riesig – ein Zeichen dafür, dass Anleger die Wachstumsstory sehr unterschiedlich bewerten.

Teure Expansion, offene Fragen

Nebius hob die Investitionsplanung auf 20 bis 25 Milliarden Dollar an, verteilt bis 2027. Das Geld fließt in den Aufbau von KI-Kapazitäten, um bestehende Nachfrageverpflichtungen zu bedienen.

Die aktuellen Geschäftszahlen zeigen ein Unternehmen im Hyperwachstum: Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 684 Prozent auf 877,9 Millionen Dollar, der Nettogewinn lag bei 735,3 Millionen.

Trotz dieser Dynamik bleiben Fragen zur Finanzierung. Analysten warnen vor möglicher Verwässerung und Ausführungsrisiken beim Bau spezialisierter Rechenzentren. Geplant ist unter anderem eine 310-Megawatt-Anlage im finnischen Lappeenranta.

Nebius positioniert sich als „Neocloud“-Anbieter mit engen Partnerschaften zu Chip-Herstellern. Das sichert bevorzugten Zugang zu begehrter Hardware. Im Juni startet das finnische Rechenzentrum – ein erster Test, ob das Unternehmen seine Milliarden-Wette einlösen kann.

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