Rekordumsätze, explodierende Margen und gigantische Infrastruktur-Deals – operativ liefert die Nebius Group auf ganzer Linie. Dennoch reagiert die Wall Street plötzlich mit Zurückhaltung auf den KI-Infrastruktur-Spezialisten. Eine überraschende Abstufung hat die jüngste Kursrally jäh ausgebremst und zwingt den Markt zu einer Neubewertung.
Der Auslöser für die anfängliche Euphorie war ein bemerkenswerter Quartalsbericht. Nebius steigerte den Umsatz auf 399 Millionen US-Dollar – ein fast achtfacher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu sprang das bereinigte EBITDA auf rund 130 Millionen US-Dollar.
Die Aktie reagierte am Donnerstag zunächst mit einem Kurssprung von über 14 Prozent. In der Spitze kletterten die Papiere auf fast 227 US-Dollar. Kurz darauf folgte ein scharfer Rücksetzer um neun Prozent.
Abstufung aus Bewertungsgründen
Auslöser für den Kursrutsch war ein Analystenkommentar von DA Davidson. Die Experten stuften das Papier von „Kaufen“ auf „Neutral“ ab, ließen das Kursziel aber bei 250 US-Dollar. Die Begründung liegt nicht im operativen Geschäft, sondern in der enormen Bewertung nach einem Kursplus von fast 140 Prozent seit Jahresbeginn.
Andere Investmentbanken sehen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Nach den starken Quartalszahlen folgten reihenweise Kurszielanhebungen:
- Citigroup: Erhöhung auf 287 US-Dollar.
- Citizens JMP: Neues Ziel bei 270 US-Dollar.
- Northland: Anhebung auf 248 US-Dollar.
Morgan Stanley mahnt indes zur Vorsicht. Die Analysten belassen ihr Votum auf „Equal-weight“ und hoben das Ziel lediglich auf 144 US-Dollar an. Im extremen Bullen-Szenario halten sie zwar Kurse um 400 US-Dollar für möglich, knüpfen dies aber an ehrgeizige Ausbauziele bis zum Ende des Jahrzehnts.
Infrastruktur-Ausbau im Fokus
Das Management plant, die vertraglich gesicherte Kapazität bis Jahresende auf über vier Gigawatt hochzufahren. Ein neuer Standort in Pennsylvania soll ab dem kommenden Jahr schrittweise ans Netz gehen. Er ergänzt die bestehende KI-Fabrik in Missouri.
Die mittelfristigen Finanzziele bleiben derweil intakt. Bis 2026 peilt der Vorstand einen Umsatz von mindestens drei Milliarden US-Dollar an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich bei rund 40 Prozent einpendeln.
Ein gewaltiger Auftragsbestand von 46 Milliarden US-Dollar stützt diese Prognose.
Am 29. Juli 2026 legt Nebius die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann muss das Management beweisen, dass die jährliche Umsatzrate tatsächlich auf dem Weg zu den anvisierten Zielen ist. Die Spanne der Analystenerwartungen zeigt deutlich, wie hoch die Einsätze bei diesem KI-Infrastruktur-Titel mittlerweile sind.
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