Nebius Aktie: 132 Millionen Dollar Insider-Verkäufe

Nebius-Manager verkaufen Aktien im Wert von 132 Millionen Dollar trotz Rekordkursen und Aufnahme in den Nasdaq-100.

Auf einen Blick:
  • Aufnahme in den Nasdaq-100 Index
  • Insiderverkäufe im Wert von 132 Mio. Dollar
  • Umsatzsteigerung um mehr als das Sechsfache
  • Hohe Volatilität von fast 100 Prozent

Nebius feiert den Aufstieg in den Nasdaq-100. Die Aktie hat sich seit Jahresbeginn fast verdreifacht. Ein voller Erfolg. Während Anleger das Papier feiern, zieht die Chefetage allerdings massiv Kapital ab.

Kampf gegen das Daten-Nadelöhr

Operativ läuft es rund. Das Unternehmen positioniert sich als Problemlöser für das sogenannte „Memory Wall“-Phänomen. Dabei bremsen langsame Datenübertragungen die extrem schnellen KI-Chips aus. Nebius greift hierfür auf die Technologie des israelischen Datenspeicherspezialisten Weka zurück. Die spezialisierten Systeme senken die Latenzzeiten. So können die Rechenzentren deutlich mehr Daten verarbeiten.

Analysten bleiben optimistisch

Das rasante Wachstum überzeugt die Wall Street. Nebius steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um mehr als das Sechsfache. Die Bank of America rät weiterhin zum Kauf und sieht das Ziel bei 280 US-Dollar.

BNP Paribas und DA Davidson stufen den Wert neutral ein. Beide Analystenhäuser rufen Kursziele um die 250 Dollar auf. Aktuell notiert das Papier bei knapp 229 Euro.

Rekordkurse locken Verkäufer

Die Rekordjagd hat eine Kehrseite. Mehrere Top-Manager nutzten die hohen Kurse im Juni für Gewinnmitnahmen. Der Finanzchef und der Technikvorstand trennten sich von tausenden Aktien. Auch CEO Arkadiy Volozh verkaufte große Pakete. Insgesamt stießen Insider in den vergangenen 90 Tagen Papiere im Wert von rund 132 Millionen Dollar ab.

Solche Verkäufe machen den Markt nervös. Die Aktie schwankt extrem und weist eine annualisierte Volatilität von fast 100 Prozent auf. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 84 ist Nebius sportlich bewertet. Das Unternehmen muss das massive Wachstum der KI-Infrastruktur nun bis 2027 fehlerfrei fortsetzen. Jeder Rückschlag beim Ausbau der Rechenzentren dürfte den Kurs hart treffen.

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