Der Halbleiterspezialist Navitas Semiconductor erweitert sein Portfolio durch eine strategische Akquisition. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, wurde eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Claros, Inc. getroffen. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf bis zu 232,8 Millionen US-Dollar. Die Boards beider Unternehmen haben dem Vorhaben bereits einstimmig zugestimmt.
Strategischer Zukauf stärkt das Portfolio
Die Übernahme von Claros erfolgt durch eine Kombination aus Barmitteln und Aktien der Navitas-Klasse A. Unmittelbar bei Abschluss der Transaktion, der noch vor Ende des Jahres unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen erwartet wird, fließen rund 216,0 Millionen US-Dollar an die Verkäufer. Der verbleibende Betrag ist an das Erreichen definierter geschäftlicher Meilensteine über einen Zeitraum von zwei Jahren gekoppelt.
An der Börse sorgte die Nachricht heute für eine positive Reaktion: Die Aktie legte um 1,9 Prozent zu und notiert bei 10,80 Euro. Damit setzt das Papier einen Erholungskurs fort, nachdem es in den vergangenen Monaten unter Druck geraten war. Trotz der aktuellen Zugewinne weist der Kurs derzeit noch einen Abstand von 63 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch auf, das im Mai bei 29,20 Euro markiert wurde.
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Parallel zur operativen Expansion verzeichnet Navitas ein wachsendes Interesse von institutioneller Seite. Medienberichten zufolge haben namhafte Investmenthäuser ihre Bestände im zweiten Quartal teils deutlich aufgestockt. So erwarb Flossbach Von Storch SE in diesem Zeitraum 386.030 Aktien des Unternehmens.
Noch umfangreicher fiel der Einstieg bei Connor Clark & Lunn Investment Management Ltd. aus, wo insgesamt 4.224.400 Anteile im Wert von etwa 75,7 Millionen US-Dollar erworben wurden. Auch Long Corridor Asset Management Ltd baute eine Position von 100.000 Aktien auf.
Diese Zuflüsse fielen in eine Phase, in der sich das Unternehmen auch juristisch zur Wehr setzte. Vor rund zwei Wochen reichte Navitas beim US-Bezirksgericht für den östlichen Distrikt von Texas eine Patentklage gegen Renesas Electronics ein. In der Klageschrift wird dem Konkurrenten vorgeworfen, mit seinen SuperGaN-Leistungshalbleitern vier Patente von Navitas zu verletzen.
Prognosen und Konferenztermine im Fokus
Das Management nutzt die aktuelle Dynamik, um den Dialog mit dem Kapitalmarkt zu intensivieren. Am heutigen Dienstag nimmt Navitas an der Jefferies Semiconductor Conference in Chicago teil, um in Einzelgesprächen mit Investoren und Analysten die künftige Ausrichtung zu erläutern. Bereits für Donnerstag, den 27. August, ist die Teilnahme an der Deutsche Bank Technology Conference in Kalifornien geplant.
Finanziell blickt das Unternehmen auf ein zweites Quartal zurück, in dem ein Umsatz von 10,5 Millionen US-Dollar sowie ein bereinigter Verlust von 0,04 US-Dollar je Aktie gemeldet wurden. Für das laufende dritte Quartal 2026 zeigt sich die Führungsebene zuversichtlich und stellt einen Umsatz von 13,5 Millionen US-Dollar (plus/minus 0,5 Millionen US-Dollar) in Aussicht.
Die bereinigte Bruttomarge wird für diesen Zeitraum auf 39,7 Prozent geschätzt, während die operativen Kosten voraussichtlich zwischen 15,5 Millionen und 17,5 Millionen US-Dollar liegen werden. Zudem besteht seit Ende Juli eine Lizenzvereinbarung mit Magnachip Semiconductor, über die Navitas seine Hochvolt-Siliziumkarbid-Plattform zur Verfügung stellt.
Navitas Semiconductor Corporation-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Navitas Semiconductor Corporation-Analyse vom 26. August liefert die Antwort:
Die neusten Navitas Semiconductor Corporation-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Navitas Semiconductor Corporation-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Navitas Semiconductor Corporation: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...