Navitas: Jane Street kauft 12,3 Millionen Aktien

Jane Street Group stockt Anteile an Navitas Semiconductor auf über 12 Millionen Aktien auf. Der Kurs des Chip-Herstellers bleibt unter Druck.

Auf einen Blick:
  • Jane Street kauft Millionen Aktien
  • Patentstreit mit Wolfspeed belastet
  • Aktie verliert 46 Prozent in einem Monat
  • Quartalszahlen Ende Juli erwartet

Der Kurs im freien Fall, die Rechtslage ungewiss – und mittendrin greift ein Schwergewicht zu. Jane Street Group hat ihre Beteiligung an Navitas Semiconductor massiv ausgebaut. Der Kapitalmarktriese kaufte im Juli mehr als zehn Millionen Aktien.

Jane Street setzt auf eine Erholung. Der US-Finanzdienstleister erwarb am 10. Juli eine achtstellige Anzahl an Anteilen des Halbleiterspezialisten. Damit wuchs die Position auf rund 12,3 Millionen Aktien an.

Indes stabilisiert sich der gesamte Chip-Sektor. Analysten der Bank of America bewerten den jüngsten Rücksetzer als gesunde Marktkorrektur. Für den Ausbau der KI-Infrastruktur bleiben effiziente Materialien wie Galliumnitrid unverzichtbar.

Patentstreit belastet Kursverlauf

Schwere Vorwürfe lasten auf dem Unternehmen. Der Konkurrent Wolfspeed reichte Anfang Juli eine Patentklage in Delaware ein. Navitas bestreitet die Vorwürfe vehement und bezeichnet sie als haltlos. Das Unternehmen vertraut auf seine über Jahrzehnte unabhängig entwickelte Technologie.

Das Vertrauen der Anleger litt zuletzt dennoch erheblich. Die Aktie verlor innerhalb eines Monats rund 46 Prozent an Wert. Aktuell notiert das Papier bei 11,10 Euro.

Spannung vor den Quartalszahlen

Ende Juli veröffentlicht Navitas seine Bilanz für das zweite Quartal. Analysten rechnen mit einem Verlust von etwa 0,05 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll bei fast 10 Millionen US-Dollar liegen.

Marktteilnehmer bereiten sich auf hohe Volatilität vor. Die Optionenmärkte preisen eine Kursbewegung von 14 Prozent rund um den Termin ein. Investoren warten vor allem auf Details zum Auftragsbestand von 450 Millionen US-Dollar.

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