RBC Capital Markets sieht für Natera weiteren Spielraum nach oben. Medienberichten zufolge hob das Analysehaus am 25. September sein Kursziel für die Aktie von 350 auf 460 $ an und bestätigte die Einstufung mit „Outperform“. Ausschlaggebend für die optimistische Haltung sind die Perspektiven für Signatera Genome sowie Chancen bei onkologischen Daten und Kooperationen mit der Pharmaindustrie.
Am Markt behauptet sich der Titel auf hohem Niveau. Am gestrigen Donnerstag ging die Aktie mit einem leichten Minus von 0,5 % bei 363,30 € aus dem Handel. Damit notiert der Kurs 3,6 % unter dem 52-Wochen-Hoch.
Zulassung in Japan stärkt internationale Expansion
Die Zuversicht stützt sich auf konkrete Fortschritte bei der Kommerzialisierung. In Japan erhielt Signatera die Zulassung durch die Behörde PMDA als Begleitdiagnostik für Therapieentscheidungen mit adjuvantem Atezolizumab bei muskelinvasivem Blasenkrebs. Das Unternehmen peilt den kommerziellen Marktstart in Japan für das erste Halbjahr 2027 an. Voraussetzung dafür ist die entsprechende Zulassung von Atezolizumab für diese Indikation.
Mit diesem Schritt erschließt der Diagnostikspezialist einen weiteren wichtigen Markt außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Begleitdiagnostik soll behandelnden Ärzten künftig präzisere Entscheidungen bei der medikamentösen Versorgung ermöglichen. Natera treibt damit das Ziel voran, Tests direkt an spezifische Krebstherapien zu koppeln.
Breitere Datenbasis in der Onkologie
Flankiert werden die regulatorischen Meilensteine von klinischen Fortschritten. Vor rund zwei Wochen stellte Natera Daten aus einer Studie mit 1.129 Patienten auf der IASLC 2026 World Conference on Lung Cancer vor. Die Untersuchung belegt den MRD-Status von Signatera als Indikator für das rezidivfreie Überleben und das Gesamtüberleben. Dies gilt für resezierten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs der Stadien 1 bis 3.
Solche klinischen Nachweise spielen eine zentrale Rolle für die Akzeptanz bei Fachärzten. RBC Capital Markets verwies bei der Zielanpassung ausdrücklich auf das Potenzial, das sich aus den Onkologie-Daten und den Möglichkeiten für pharmazeutische Partnerschaften ergibt.
Insider-Transaktionen im Vorfeld
Parallel zur operativen Entwicklung gab es Transaktionen auf Führungsebene. Mitgründer und Direktor Jonathan Sheena veräußerte Anteile, die über die Trusts Caraluna 1 und Caraluna 2 gehalten wurden. Die Verkäufe fanden am 23. September im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans nach Rule 10b5-1 statt. Dies geht aus einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.
Solche Verkäufe über automatisierte Handelspläne sind bei US-Unternehmen eine gängige Praxis. Sie erfolgen nach festgelegten Regeln und unabhängig von tagesaktuellen Kursentwicklungen. Für Marktteilnehmer richtet sich der Fokus auf die operative Umsetzung der internationalen Zulassungen und den Ausbau des Testangebots.
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