Nasdaq: Neue Fast-Entry-Regel

Die Nasdaq schlägt eine "Fast Entry"-Regel vor, um große Neulistungen wie SpaceX und Anthropic schneller in den Leitindex aufzunehmen, während Tech-Werte aktuell unter einer Marktrotation leiden.

Auf einen Blick:
  • Neue Regel für schnelleren Eintritt in Nasdaq 100
  • Ziel sind große Börsengänge wie SpaceX und Anthropic
  • Tech-Aktien erleben deutliche Kursverluste
  • Rotation begünstigt Walmart und defensive Sektoren

Die Nasdaq hat eine Regeländerung vorgeschlagen, die künftig den schnelleren Einstieg großer Neulistings in den Nasdaq 100 Index ermöglichen soll. Der Hintergrund: In der Vergangenheit mussten selbst milliardenschwere Börsengänge monatelang außerhalb des Leitindex warten.

Die „Fast Entry“-Regel sieht vor, dass neu gelistete Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung unter den Top 40 bereits nach mindestens 15 Handelstagen in den Index aufgenommen werden können. Die üblichen Anforderungen an Handelsliquidität und Wartezeit würden entfallen. Das Unternehmen würde dabei zunächst als zusätzliches Mitglied aufgenommen, ohne ein bestehendes zu ersetzen – bis zur nächsten jährlichen Neugewichtung.

Timing für SpaceX und Anthropic

Der Vorstoß kommt nicht zufällig. 2026 zeichnet sich als eines der aktivsten IPO-Jahre ab, mit geplanten Börsengängen von Elon Musks SpaceX und dem KI-Startup Anthropic. Beide Unternehmen dürften Bewertungen im dreistelligen Milliardenbereich anstreben – und würden damit in die neue Regelung fallen.

Die Nasdaq ist traditionell die Heimat der US-Tech-Riesen. Konzerne wie Alphabet und Nvidia mit jeweils über einer Billion Dollar Marktkapitalisierung sind hier gelistet. Der Nasdaq 100 gilt als wichtiges Barometer für die Gesundheit technologieorientierter Wachstumsunternehmen.

Rotation belastet Tech-Werte

Während die Nasdaq an strukturellen Verbesserungen arbeitet, zeigt der Markt ein anderes Bild. Am Dienstag sackte der NASDAQ Composite um 336,92 Punkte oder 1,4 Prozent auf 23.255,19 Zähler ab. Verantwortlich war eine deutliche Rotation aus Technologiewerten heraus.

Besonders stark traf es Software-Titel. Der Dow Jones U.S. Software Index brach um 3,5 Prozent ein – der tiefste Stand seit über neun Monaten. Auch Halbleiterwerte gerieten unter Druck, der Philadelphia Semiconductor Index verlor 2,1 Prozent.

Die Profiteure der Rotation fanden sich anderswo: Walmart durchbrach erstmals die Marke von einer Billion Dollar Marktkapitalisierung und legte 2,9 Prozent zu. Goldaktien gewannen 4,4 Prozent, gestützt durch einen deutlichen Anstieg des Edelmetallpreises. Auch Stahl-, Energie- und Immobilienaktien zählten zu den Gewinnern des Tages.

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