Nasdaq 100: Erholung nach Ausverkauf!

Der Nasdaq 100 erholte sich nach einem starken Verkaufstag, angetrieben durch einen milliardenschweren Chip-Deal zwischen AMD und Meta.

Auf einen Blick:
  • AMD profitiert von Mega-Deal mit Meta
  • Anthropic entkräftet Ängste vor KI-Disruption
  • Technische Indikatoren signalisieren Überverkauftheit
  • Nvidia-Quartalszahlen als nächster Schlüsseltest

Der NASDAQ 100 kletterte am Dienstag um 1,1 Prozent auf rund 24.977 Punkte und machte damit einen Teil der Verluste vom Vortag wett. Halbleiteraktien führten die Erholung an, nachdem AMD einen milliardenschweren Chip-Deal mit Meta verkündet hatte. Zudem beruhigten sich die Sorgen über KI-bedingte Disruption in der Softwareindustrie.

Die Erleichterung folgte auf einen brutalen Montag, als der Nasdaq Composite 1,1 Prozent verlor und der Dow um 822 Punkte einbrach. Auslöser waren Befürchtungen, dass Anthropics KI-Codescanner Cybersecurity- und Softwarefirmen überflüssig machen könnte. Dazu kam Trumps Ankündigung, globale Zölle auf 15 Prozent anzuheben – trotz gegenteiliger Gerichtsentscheidung. Der VIX-Angstindex schnellte um 10,1 Prozent auf 21,01 hoch.

Anthropic entkräftet Disruptions-Ängste

Am Dienstag drehte die Stimmung. Anthropic stellte bei seinem Enterprise-Event neue Integrationen für Claude Cowork vor – darunter Slack, Intuit, DocuSign und Gmail. Die Ankündigung zeigte: KI-Tools ergänzen bestehende Softwareökosysteme, statt sie zu ersetzen. Wedbush Securities bezeichnete die Konkurrenzbefürchtungen als „übertrieben“. Der iShares Tech-Software ETF legte daraufhin knapp 2 Prozent zu.

Auch Thomson Reuters profitierte. CEO Steve Hasker trat auf dem Anthropic-Event als Kundenpartner auf, was die Aktie um über 11 Prozent nach oben katapultierte. Investoren werteten dies als Signal, dass Daten- und Rechtsplattformen von KI profitieren, statt verdrängt zu werden.

AMD-Deal treibt Chipwerte

AMD schoss um 8,8 Prozent nach oben – Tagessieger im Index. Meta will über fünf Jahre KI-Chips im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar bei AMD kaufen. Zusätzlich erhält der Facebook-Konzern eine Warrant-Option auf 160 Millionen AMD-Aktien, was Meta zu einem potenziell 10-prozentigen Anteilseigner machen würde.

Keysight Technologies explodierte um 23,1 Prozent nach einer Gewinnprognose, die alle Erwartungen übertraf. Salesforce kletterte 4,1 Prozent, nachdem Slack als Claude-Integration genannt wurde. Apple gewann 2,3 Prozent dank angekündigter US-Fertigungserweiterungen.

Auf der Verliererseite stand Novo Nordisk mit minus 2 Prozent. Der Konzern senkt ab 2027 die US-Listenpreise für Wegovy und Ozempic um bis zu 50 Prozent. Der Gesundheitssektor im S&P 500 fiel um 0,5 Prozent.

Technisch bleibt es angespannt

Trotz der Erholung steht der Nasdaq 100 unter Druck. Der Index notiert exakt am 50-Tage-Durchschnitt von 24.978 Punkten – eine kritische Schwelle. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 25.400 Zählern, etwa 2 Prozent darüber.

Der RSI bei 39 signalisiert überverkaufte Bedingungen, während der MACD mit minus 65,9 den bärischen Trend bestätigt. Unterstützung findet sich bei 24.387 Punkten, Widerstand bei 25.000 und 25.060. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 26.182 Punkten hat der Index 5,7 Prozent verloren.

Das Handelsvolumen blieb mit 17,06 Milliarden Aktien unter dem 20-Tage-Schnitt von 20,29 Milliarden – ein Zeichen für fehlende institutionelle Überzeugung. Gewinner überwogen Verlierer im Verhältnis 2,14 zu 1.

Nvidia-Zahlen als Lackmustest

Am Mittwochabend legt Nvidia Quartalszahlen vor – das wichtigste Einzelereignis für den Nasdaq 100 in diesem Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,45 Dollar, was einem Anstieg von 85 Prozent zum Vorjahr entspräche. Die Nvidia-Aktie legte am Dienstag vorsichtige 0,7 Prozent zu.

Ob die Erholung Bestand hat, hängt maßgeblich von Nvidias Ausblick ab. Zwischen 25.000 und 25.060 Punkten türmt sich Widerstand auf. Ein nachhaltiger Bruch über den 50-Tage-Durchschnitt wäre nötig, um das technische Bild von bärisch auf neutral zu drehen.

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