NASDAQ 100: Durchatmen!

Der Nasdaq 100 beendet seine Verlustserie und erholt sich auf über 25.300 Punkte, angetrieben von einer Beruhigung der Tech-Werte und fallenden Renditen. Der Fokus liegt nun auf der 50-Tage-Linie.

Auf einen Blick:
  • Index schließt mit einem Plus von 0,9 Prozent
  • Einzelwerte wie AppLovin und Oracle treiben Rally an
  • Technische Hürde an der 50-Tage-Durchschnittslinie
  • Markt wartet auf Unternehmensberichte von Coca-Cola und Shopify

Der NASDAQ 100 hat sich nach den jüngsten Turbulenzen spürbar gefangen. Mit dem Sprung zurück über 25.000 Punkte riss der Index am Montag seine kurze Verlustserie ab – getragen vor allem von einer Erholung bei zuvor stark unter Druck geratenen Tech-Titeln. Am frühen Dienstagmorgen signalisieren die Futures dagegen kaum Bewegung: Der Markt wirkt vor den wichtigen Unternehmenszahlen heute eher im Wartemodus.

Wichtige Punkte in Kürze:
– Schlussstand gestern: 25.337,54 Punkte (+0,9%)
– Futures heute früh: nahe 25.340 (nahezu unverändert)
– US-Renditen als Rückenwind: 10-jährige fielen gestern auf 4,20%
– Nächste Hürde: 50-Tage-EMA um 25.483

Was die Rally gestern getragen hat

Nach einem schwächeren Vorlauf (der Index hatte in der Vorwoche rund 1,8% nachgegeben) setzte am Montag eine relativ gleichmäßige Kaufwelle ein. Der Nasdaq 100 startete bei 24.953,68 und arbeitete sich im Tagesverlauf kontinuierlich nach oben. Das Tageshoch lag zugleich beim Schlusskurs – 25.337,54.

Auffällig: Das Handelsvolumen blieb unter dem 20-Tage-Durchschnitt. Das spricht eher für eine Erholung mit angezogener Handbremse als für einen breit abgestützten, aggressiven Positionsaufbau großer Adressen. Gleichzeitig ließ die Nervosität nach: Die Volatilität kühlte ab, der VIX kam von seinen jüngsten Hochs zurück.

Einzelwerte setzen Akzente

Mehrere Sondereffekte prägten die Bewegung einzelner Index-Mitglieder – teils losgelöst von großen Makro-Themen.

Auf der Gewinnerseite stach AppLovin heraus: Die Aktie sprang um 10,9% auf etwa 451,24 US-Dollar, nachdem eine bekannte Shortseller-Firma Vorwürfe zu möglichem Fehlverhalten in der Finanzberichterstattung zurückgezogen hatte. Das löste zusätzlich einen kräftigen Short-Squeeze aus.

Oracle legte 8,7% zu und eroberte die Marke von 155 US-Dollar zurück – gestützt durch ein Analysten-Upgrade sowie positive Kommentare zur Cloud-Infrastruktur-Pipeline. Deutlich stärker reagierte Valaris mit über 21% Plus: Auslöser war die Ankündigung einer Übernahme durch Transocean in einem reinen Aktientausch. Intuitive Machines gewann 14,2% und blieb damit im Fahrwasser spekulativer Nachfrage rund um Raumfahrt-Titel.

Auf der Verliererseite fiel Hims & Hers Health mit -16% besonders auf. Das Unternehmen stoppte den Verkauf seiner zusammengesetzten Abnehmpräparate nach einer Klage von Novo Nordisk – ein Rückschlag für das GLP-1-nahe Geschäft. Amazon blieb mit -0,8% hinter dem Markt zurück; im Fokus standen weiter Sorgen um die hohen Investitionsausgaben (CapEx) für 2026. Apple gab 1,2% nach, belastet durch schwächere Hinweise zum Hardware-Absatz in China.

Chartmarken und der Blick auf heute

Technisch ist der Index an einem entscheidenden Punkt: Mit dem gestrigen Schluss liegt der Nasdaq 100 wieder über der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke. Ob daraus mehr wird, hängt an der nächsten Zone.

  • Widerstand: Der unmittelbare Deckel liegt an der 50-Tage-EMA bei rund 25.483. Darüber rückt 26.000 als nächste psychologische Marke in den Fokus.
  • Unterstützung: Kurzfristig dient 24.870 (Tagestief vom Montag) als Halt. Darunter bleibt die 200-Tage-EMA um 24.083 die zentrale Marke für den längerfristigen Trend.
  • Indikator: Der RSI erholte sich aus dem Bereich nahe „überverkauft“ auf etwa 37–40.

Kann der Nasdaq 100 heute die Zone um 25.400 testen und sich über der 50-Tage-Linie festsetzen? Das wäre das klarste Signal, dass die jüngste Korrektur an Schärfe verliert.

Als mögliche Impulse stehen im Tagesverlauf vor allem Unternehmenszahlen an: Coca-Cola und Shopify berichten. Während Coca-Cola häufig ein Stimmungsbild zur Konsumnachfrage liefert, kann eine Überraschung bei Shopify die Schwankungen im E-Commerce-Software-Umfeld schnell wieder erhöhen. Gleichzeitig bleiben Makrodaten im Hintergrund wichtig: Später in der Woche warten der (verschobene) Arbeitsmarktbericht für Januar sowie Einzelhandelsdaten – bis dahin dürfte die Positionierung vieler Händler eher vorsichtig bleiben.

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