Mutares bereitet sich auf die nächste Wachstumsphase vor. Auf der Hauptversammlung im Juli in München sollen die Aktionäre über ein neues genehmigtes Kapital abstimmen — das Fundament für weitere Großakquisitionen.
Neues Kapital, neue Spielräume
Der Vorstand will sich die Ermächtigung sichern, das Grundkapital um bis zu rund 4,15 Millionen neue Aktien zu erhöhen. Das geplante „Genehmigte Kapital 2026/I“ soll sowohl Bar- als auch Sacheinlagen ermöglichen — klassisches Werkzeug für eine Beteiligungsgesellschaft, die schnell auf Kaufgelegenheiten reagieren muss. Parallel plant Mutares eine Satzungsänderung zur Ausgabe elektronischer Aktien, um Verwaltungsaufwand zu reduzieren und die Übertragbarkeit moderner zu gestalten.
Schuldenabbau trifft Covenant-Termin
Auf der Bilanzseite läuft ein ehrgeiziges Entschuldungsprogramm. Die Anleiheverbindlichkeiten sollen von aktuell rund 385 Millionen Euro auf eine Zielspanne zwischen 250 und 300 Millionen Euro sinken — gespeist durch Erlöse aus Portfolioverkäufen. Das Timing ist kein Zufall: Im Juni stehen turnusmäßige Covenant-Überprüfungen an. Die neue Kapitalermächtigung schafft dabei einen zusätzlichen Puffer, falls Mutares kurzfristig ohne Fremdkapitalmärkte agieren muss.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest. Der Konzernumsatz wird zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro erwartet, der Jahresüberschuss der Holding soll zwischen 165 und 200 Millionen Euro liegen. Wesentlicher Treiber bleibt das gewinnbringende Verkaufen gereifter Beteiligungen sowie der erwartete Abschluss der SABIC-Akquisition im zweiten Quartal.
Kurs stabilisiert sich — aber noch weit vom Hoch
An der Börse notiert die Aktie bei 26,95 Euro, exakt auf ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Auf 30-Tage-Sicht steht ein Plus von rund 9 Prozent — seit Jahresbeginn liegt das Papier allerdings noch knapp zehn Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 36,75 Euro ist die Aktie damit noch weit entfernt.
Die Hauptversammlung im Juli wird zum konkreten Prüfstein: Stimmen die Aktionäre dem neuen Kapitalrahmen zu, hat das Management freie Hand für die nächste Akquisitionsrunde — ohne auf teure Fremdfinanzierung angewiesen zu sein.
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