Münchener Rück Aktie: Retrozession um 60 Prozent gekürzt

Der Rückversicherer reduziert seine Retrozessionsdeckung drastisch und behält mehr Prämien, geht aber höhere Katastrophenrisiken ein.

Auf einen Blick:
  • Retrozession um über 60 Prozent gekürzt
  • Mehr Eigenrisiko bei Stürmen
  • Solide Kapitalausstattung als Basis
  • Aktie seit Jahresbeginn im Minus

Die Juli-Erneuerungsrunde im globalen Rückversicherungsmarkt hat begonnen. Die Münchener Rück startet mit deutlich weniger externem Schutz in diese wichtigen Verhandlungen. Der weltgrößte Rückversicherer trägt künftig mehr Katastrophenrisiko auf der eigenen Bilanz. Das birgt Chancen, aber auch Gefahren.

Der Konzern hat seine sogenannte Retrozessionsdeckung massiv gekürzt. Das Volumen sank von 1,55 Milliarden auf lediglich 600 Millionen US-Dollar. Das ist ein Rückgang von über 60 Prozent. Zwei Sidecar-Strukturen liefen aus. Einen auslaufenden Katastrophen-Bond verlängerte das Management nicht.

Dieser Schritt erlaubt es der Munich Re, mehr Prämieneinnahmen zu behalten. Die Folge: mehr Risiko in der anstehenden Sturmsaison. Ein starkes Kapitalpolster ermöglicht diese Strategie. Die Solvency-II-Quote liegt mit 292 Prozent weit über dem internen Zielwert.

Preisdruck im Rückversicherungsmarkt

Der Hintergrund für den Strategiewechsel ist ein harter Markt. Bei der Juni-Erneuerung sanken die Preise spürbar. Verträge mit Vorschäden verbilligten sich um bis zu 20 Prozent. Schadenfreie Programme gaben sogar um ein Viertel nach.

Die Munich Re reagierte direkt auf diese Entwicklung. Der Konzern reduzierte das gezeichnete Volumen um 18,5 Prozent auf zwei Milliarden Euro. Weltweit drücken geschätzte 805 Milliarden Dollar an Überschusskapazität auf die Prämien.

Analysten betrachten die Lage nüchtern. Die kanadische Bank RBC belässt die Einstufung auf „Sector Perform“. Das Kursziel liegt bei 490 Euro. Analyst Ben Cohen verweist zur Begründung auf anhaltende Unsicherheiten beim Prämienzyklus.

An der Börse spiegelt sich diese Skepsis wider. Die Aktie pendelt aktuell um 477,80 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp 13 Prozent auf der Anzeigetafel.

Starkes Fundament trifft auf Sturmsaison

Dem Gegenwind am Markt steht ein solides operatives Geschäft gegenüber. Im ersten Quartal stieg der Nettogewinn auf gut 1,7 Milliarden Euro. Parallel dazu stützt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm den Kurs.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt das Wetter. Für den Atlantik erwartet die Munich Re in diesem Jahr bis zu 13 benannte Stürme. Das Risiko verlagert sich laut Prognosen jedoch in den Nordwestpazifik. Dort rechnet der Konzern mit 27 Stürmen.

Der nächste wichtige Termin steht bereits fest. Im August präsentiert das Management den Halbjahresbericht. Neben den Finanzzahlen veröffentlicht der Konzern dann die Ergebnisse der Juli-Erneuerungsrunde. Diese Daten liefern den nächsten klaren Indikator für die Preisentwicklung am Markt. Eine erwartete Dividendenrendite von rund fünf Prozent bietet Anlegern derweil einen finanziellen Puffer.

Münchener Rück-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Münchener Rück-Analyse vom 29. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Münchener Rück-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Münchener Rück-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Münchener Rück: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)