Hohe Gewinne, schrumpfende Umsätze und skeptische Analysten. Bei der Münchener Rück klaffen Anspruch und Realität derzeit auseinander. Während der DAX am Freitag schwächelt, stemmt sich der Rückversicherer gegen den Trend. Die Aktie klettert auf 473,90 Euro und löst sich damit leicht von ihrem jüngsten Jahrestief.
Gewinnsprung verdeckt Umsatzschwäche
Auf den ersten Blick glänzt die Bilanz. Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal um rund 57 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro. Am Markt rücken allerdings die Schwachstellen in den Fokus. Der währungsbereinigte Versicherungsumsatz der Gruppe sank auf gut 15 Milliarden Euro.
Als Reaktion zog die Erste Group Konsequenzen. Die Analysten stuften das Papier von „Strong Buy“ auf „Hold“ ab. Zuvor hatte bereits die Berenberg Bank ihr Kursziel nach unten korrigiert.
Finanzvorstand Andrew Buchanan dämpft die Erwartungen. Das angestrebte Jahresziel von 40 Milliarden Euro Umsatz in der Rückversicherung sei nun deutlich herausfordernder. Verantwortlich dafür sind negative Prämienanpassungen und ein schwaches April-Erneuerungsgeschäft.
In dieser Runde brach das gezeichnete Volumen um 18,5 Prozent ein. Das Geschäft betrifft vor allem den asiatischen Markt, wo die Preise im Schnitt um 3,1 Prozent nachgaben. An der Gewinnprognose von 6,3 Milliarden Euro für das Gesamtjahr hält der Vorstand dennoch fest.
Vorstände greifen bei Aktien zu
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Im vergangenen Monat verzeichnete das Papier deutliche Verluste. Der Kurs notiert weiterhin spürbar unter der langfristigen 200-Tage-Linie, die aktuell bei 537,61 Euro verläuft.
Rückenwind kommt direkt aus der Führungsetage. Drei Vorstandsmitglieder erwarben in dieser Woche eigene Aktien im Wert von über einer halben Million Euro. Marktbeobachter werten diese Insiderkäufe nahe dem Jahrestief als klares Signal. Bei einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9 hält das Management die jüngsten Abschläge offensichtlich für fundamental ungerechtfertigt.
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