Aon und Münchener Rück haben am Dienstag eine Rückversicherungslösung für pandemiebedingte Betriebsunterbrechungen in der indonesischen und philippinischen Hotelbranche gestartet. Münchener Rück stellt dafür Rückversicherungskapital bereit und übernimmt Preisgestaltung sowie Vertragsbedingungen. Am Freitag verlor die Aktie 4,0%; laut dpa-AFX belasteten die JPMorgan-Abstufung und der schwache Gesamtmarkt das Papier.
Neues Angebot für Hotels
Die gemeinsam mit Aon gestartete Lösung richtet sich gezielt an die Hotelbranche beider Länder. Gegenstand der Absicherung sind Betriebsunterbrechungen durch Pandemien. Münchener Rück übernimmt dabei neben der Bereitstellung des Rückversicherungskapitals auch Aufgaben bei der Ausgestaltung der Deckung.
Für den Kursrückgang am Freitag nannte dpa-AFX dagegen die veränderte Analysteneinschätzung und das Börsenumfeld als Belastungen. JPMorgan stufte Münchener Rück an diesem Tag von „Overweight“ auf „Neutral“ herab. Das Kursziel ließ das Haus bei 590 €.
Die Analysten begründeten ihr vorsichtigeres Urteil mit erwartetem Preisdruck bei den Rückversicherungserneuerungen 2027. Zudem bewerteten sie die Gesamtrenditen gegenüber Erstversicherern als weniger attraktiv.
Reuters berichtete am Freitag zugleich von einer breit angelegten Flucht aus riskanteren Anlagen. Der europäische Versicherungssektor gab dem Bericht zufolge 2,6 % nach; als Belastungen nannte Reuters auch die JPMorgan-Abstufungen deutscher Rückversicherer.
Höheres Gewinnziel als Hintergrund
Vor rund zwei Wochen hatte Münchener Rück das Jahresgewinnziel für 2026 von 6,3 Mrd. € auf 6,6 Mrd. € angehoben. Das Unternehmen meldete einen vorläufigen Nettogewinn von rund 1,7 Mrd. € für das dritte Quartal 2026.
Die Quartalsmitteilung zum 30. September 2026 will Münchener Rück am 12. November voraussichtlich um 07:30 Uhr MEZ veröffentlichen. Für 11:00 Uhr MEZ ist die Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren angesetzt.
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