Starke Quartalszahlen, ein laufendes Milliarden-Rückkaufprogramm — und trotzdem notiert die Münchener Rück Aktie knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Das Unternehmen kauft fleißig eigene Anteile zurück, während der Markt die Aktie seit Jahresbeginn um rund 14 Prozent abgestraft hat.
In der Woche vom 14. bis 21. Mai erwarb der Rückversicherer knapp 471.000 eigene Aktien über Xetra. Die Käufe sind Teil eines Programms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2,25 Milliarden Euro. Die aktuelle Tranche läuft bis spätestens 21. August 2026, das Gesamtprogramm endet spätestens zur Hauptversammlung im April 2027.
Quartalsergebnis mit großem Sprung
Das erste Quartal 2026 lief außergewöhnlich gut. Der Nettogewinn stieg auf 1,714 Milliarden Euro — ein Plus von knapp 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber war eine ungewöhnlich niedrige Großschadenbelastung. Die Combined Ratio in der Schaden-Unfall-Rückversicherung verbesserte sich auf 66,8 Prozent, nach 83,9 Prozent im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis kletterte auf 2,23 Milliarden Euro.
Die Kapitalausstattung bleibt dabei solide. Die Solvency-II-Quote liegt bei 292 Prozent — und das bereits inklusive des geplanten Rückkaufvolumens. Das Eigenkapital wuchs seit Jahresbeginn leicht auf 34,6 Milliarden Euro. Die annualisierte Eigenkapitalrendite erreichte 19,7 Prozent, nach 13,3 Prozent im Vorjahr.
Jahresziel bleibt bei 6,3 Milliarden Euro
Der Vorstand hält an seinen Zielen fest. Für 2026 peilt Münchener Rück einen Jahresüberschuss von 6,3 Milliarden Euro an. Der Versicherungsumsatz soll rund 64 Milliarden Euro erreichen. Die Tochter ERGO soll zum Gesamtjahr rund 0,9 Milliarden Euro beisteuern.
Bei der April-Erneuerungsrunde fuhr das Management das Geschäftsvolumen bewusst um 18,5 Prozent auf rund 2,0 Milliarden Euro zurück. Die Preise sanken leicht um 3,1 Prozent. Das Management verweist auf die gestiegene Qualität des verbleibenden Portfolios.
Anfang Mai erhielten Aktionäre eine Dividende von 24,00 Euro je Aktie. Aktuell notiert das Papier bei 471,90 Euro — gerade einmal ein Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom 13. Mai. Ob das Rückkaufprogramm den Kurs stabilisiert, wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wenn die nächste Tranche planmäßig weiterläuft.
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