MTU Aero Engines Aktie: Viking Global reduziert Anteil

MTU Aero Engines fällt im DAX zurück, nachdem Viking Global Anteile verkauft hat. Analysten sehen jedoch Fortschritte beim GTF-Triebwerk.

Auf einen Blick:
  • Kursverlust von 3,8 Prozent
  • Viking Global reduziert Beteiligung
  • Jefferies bestätigt Kursziel von 410 Euro
  • Neuer Wartungsvertrag mit EVA Air

MTU Aero Engines rutscht am Mittwoch ans Ende des DAX. Die Gründe sind vielfältig. Trotz positiver Signale von Analysten verliert das Papier deutlich an Boden. Ein kleiner Rückzug eines Großaktionärs reicht aus, um Verkaufsdruck zu erzeugen.

Der Kurs sank um 3,80 Prozent auf 357,40 Euro. Damit liegt die Aktie rund elf Prozent unter ihrem Jahreshoch von 404,50 Euro. Die Volatilität im Sektor bleibt derweil hoch.

Verkaufsdruck durch Großaktionär

Der Investor Viking Global hat seine Beteiligung leicht reduziert. Der Anteil sank von 3,04 auf 2,97 Prozent. Solche Umschichtungen belasten die Stimmung oft kurzfristig. Die Folge: Anleger nehmen nach der jüngsten Erholung Gewinne mit.

Fortschritte beim Sorgenkind GTF

Dabei gibt es operativ durchaus positive Nachrichten. Das Analysehaus Jefferies bestätigte das Kursziel von 410 Euro. Die Expertin Chloe Lemarie beobachtet eine Entspannung beim Getriebefan-Triebwerk (GTF).

Immer mehr Maschinen kehren in den Dienst zurück. Die Zahl der Flugzeuge am Boden sinkt spürbar. Das entlastet die Instandhaltungssparte und sichert zukünftige Gewinne. Parallel dazu meldet MTU einen neuen Erfolg in Asien. Die Airline EVA Air unterzeichnete einen exklusiven Servicevertrag. Der Konzern wartet künftig die Triebwerke von 17 Airbus-Maschinen.

Charttechnik im Blick

Technisch nähert sich das Papier nun einer wichtigen Unterstützung. Der 200-Tage-Durchschnitt verläuft momentan bei 348,52 Euro. Hält diese Marke nicht, könnte sich der Abwärtstrend verschärfen.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 58,1 Punkten. Das Papier gilt damit als neutral bewertet. Weder eine massive Übertreibung noch ein Ausverkauf sind aktuell erkennbar.

Anleger blicken nun auf den Juli. Dann legt MTU die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Besonders der Fortschritt an internationalen Standorten wie Ludwigsfelde steht dann im Mittelpunkt.

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