Der MSCI World ETF bleibt in Kauflaune. Am Freitag schloss das Papier bei 210,47 US-Dollar und legte damit 0,88 Prozent zu. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 212,08 US-Dollar, aufgestellt Mitte Juni, fehlen nur noch 0,76 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 13,30 Prozent zu Buche. Anleger, die seit dem Jahrestief im August vergangenen Jahres investiert sind, liegen deutlich im Plus.
Zäher Handelsstart in eine ereignisreiche Woche
Zum Wochenstart zeigte sich der zugrunde liegende MSCI World Index mit rund 4.343 Punkten leicht schwächer, ein Minus von 0,1 Prozent. Dennoch schickten Anleger den ETF nach oben – ein Hinweis darauf, dass die Stimmung insgesamt konstruktiv bleibt. Der Nasdaq Composite legte am selben Tag um 1,3 Prozent zu und unterstreicht damit, wie stark technologiegetriebene Werte weiterhin die globale Aktienrally tragen, von der auch ein breit gestreuter Welt-Index wie der MSCI World profitiert. DAX und Euro Stoxx 50 bewegten sich dagegen kaum von der Stelle.
Technisch bleibt das Bild angespannt bullish: Der Relative-Stärke-Index liegt bei 67, der Kurs notiert 3,75 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und 9,70 Prozent über der 200-Tage-Linie. Das signalisiert einen intakten, aber bereits weit fortgeschrittenen Aufwärtstrend – Rückschläge nach derart starken Läufen sind keine Seltenheit.
MSCI kündigt Indexüberprüfung für Dienstag an
Für Anleger, die Indexprodukte auf MSCI-Barometer halten, richtet sich der Blick auf Dienstag: Der Indexanbieter MSCI hat die Ergebnisse seiner regulären August-Überprüfung angekündigt, wirksam werden die Anpassungen ab dem 31. August. Für indonesische Aktien bleibt es dabei, dass sie nicht neu in die betroffenen MSCI-Indizes aufgenommen werden – die Sonderbehandlung mit eingefrorenen Kennziffern für ausländische Investitionsfreiheit bleibt bestehen. Analysten von Maybank rechnen nicht mit übermäßig negativen Auswirkungen auf die betroffenen Märkte. Die Überprüfung betrifft in erster Linie Schwellenländer-Indizes, zeigt aber, wie aktiv MSCI seine Indexfamilie laufend nachjustiert – ein Mechanismus, der grundsätzlich auch für den MSCI World gilt, dessen Zusammensetzung durch Marktkapitalisierung automatisch nachgeführt wird.
Breites Anlegerinteresse an der Strategie
Das Interesse am Weltaktienindex zeigt sich derzeit auf breiter Front. Neben dem klassischen MSCI World ETF griffen Anleger am Montag auch beim iShares MSCI World SRI ETF zu, einer nachhaltigkeitsorientierten Variante desselben Universums. Wer stattdessen laufende Erträge sucht, findet unter ausschüttenden Produkten auf den MSCI World mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern – von Lyxor über HSBC und UBS bis Comstage und iShares, jeweils mit physischer oder synthetischer Nachbildung.
Parallel dazu wird in der Anlegerschaft weiterhin diskutiert, ob passives Indexinvestment über den MSCI World dem aktiven Management vorzuziehen ist. Ein aktueller Vergleich stellt den MSCI World ETF dem aktiv gemanagten UniGlobal-Fonds gegenüber und beleuchtet Unterschiede bei Kosten, Diversifikation und Portfoliozusammensetzung. Für passive Anleger bleibt der Reiz des MSCI World dabei unverändert: breite Streuung über Industrieländer, niedrige Kosten und eine Wertentwicklung, die sich zwölf Monate rückblickend auf 22,57 Prozent summiert. Ob der Index sein Rekordhoch aus dem Juni tatsächlich in dieser Woche überwindet, dürfte auch davon abhängen, wie die Ergebnisse der MSCI-Überprüfung am Dienstag von den Märkten aufgenommen werden.
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