Die Aktie von Mosaic verzeichnete am Mittwoch einen bemerkenswerten Anstieg um 10,1 Prozent und erreichte damit ein Mehrjahreshoch. Der Kurssprung folgte auf zwei bedeutende Entwicklungen: Zum einen kündigte das Unternehmen eine Partnerschaft mit Rainbow Rare Earths für ein Projekt zu Seltenen Erden in Brasilien an. Zum anderen profitiert Mosaic von deutlich gestiegenen Düngemittelpreisen, die durch die anhaltende Krise im Nahen Osten ausgelöst wurden.
Strategische Partnerschaft für Seltene Erden
Mosaic und Rainbow Rare Earths unterzeichneten eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung des Uberaba-Projekts in Brasilien. Die Partner planen zunächst eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel, später in diesem Jahr eine definitive Machbarkeitsstudie abzuschließen. Bei positivem Ergebnis könnte der Bau einer Verarbeitungsanlage im Jahr 2027 beginnen.
Die geplante Anlage soll jährlich rund 2,7 Millionen Tonnen Phosphorgips verarbeiten, ein Nebenprodukt der Düngemittelherstellung. Daraus würden 1.900 Tonnen separiertes Neodym- und Praseodymoxid sowie 600 Tonnen eines Produkts mit mittleren und schweren Seltenen Erden gewonnen. „Das Uberaba-Projekt verbindet Mosaics brasilianische Aktivitäten mit der Expertise von Rainbow im Bereich Seltene Erden“, erklärte Präsident und CEO Bruce Bodine. Brasilien entwickle sich zu einem strategisch wichtigen Standort für die Entwicklung Seltener Erden auf dem amerikanischen Kontinent.
The Mosaic Company Aktie Chart
Düngemittelpreise steigen durch Krise am Golf
Parallel zu dieser Ankündigung profitierte Mosaic von deutlich gestiegenen Düngemittelpreisen. Auch CF Industries verzeichnete einen Anstieg um 9,1 Prozent, während Nutrien um 4,2 Prozent zulegte. Der Auslöser: Die anhaltende Krise im Nahen Osten stört den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die mehr als ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels läuft.
Besonders problematisch erscheint der Zeitpunkt der Störungen, da die Frühjahrsaussaat in der nördlichen Hemisphäre bevorsteht. Stephanie Roth, Chefökonomin bei Wolfe Research, warnte in einer Analyse: „Wenn sich die Düngemittelversorgung in diesem Zeitfenster verknappt, könnten Landwirte die Ausbringungsmengen reduzieren.“ Dies könnte die Erträge bei Mais, Sojabohnen, Weizen und Reis verringern und gleichzeitig die landwirtschaftlichen Kosten erhöhen. Zwischen Ende Februar und Anfang März sprangen die Importpreise für Harnstoff-Dünger in den USA um 30 Prozent nach oben.
Wie nachhaltig sich die gestiegenen Preise auf die Margen der Düngerhersteller auswirken, bleibt abzuwarten. Sollte die Krise am Persischen Golf anhalten, dürften die Preise vorerst auf erhöhtem Niveau verbleiben. Gleichzeitig könnten reduzierte Ausbringungsmengen die Nachfrage dämpfen.
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