Morgan Stanley trennt sich von einem der ungewöhnlicheren Vermögenswerte seiner Infrastruktursparte. Die Investmentsparte hat den Verkauf der Chicagoer Parkuhren-Konzession an den Infrastrukturinvestor Stonepeak abgeschlossen. Die Finanzbedingungen nannte das Institut nicht.
Chicagos Parkraum wechselt den Eigentümer
Die Transaktion lief über Fonds von Morgan Stanley Infrastructure Partners, gemeinsam mit den Partnern Allianz und einer Tochtergesellschaft der Abu Dhabi Investment Authority. Die Gesellschaft Chicago Parking Meters betreibt und wartet das gesamte straßenseitige Parksystem der Stadt, mehr als 38.000 Stellplätze, davon knapp 10.000 in der Innenstadt.
Unter der Regie der Investoren wurde das System modernisiert, etwa mit elektronischen Zahlstationen, einem rund um die Uhr besetzten Kundenservice und der App ParkChicago. Jim Wilmott, Managing Director bei MSIP, sprach von einem Geschäft mit „erstklassigem Management, Technologie und Betrieb“. Evercore beriet bei der Transaktion.
Für den Konzern ist der Exit ein Beleg dafür, dass die Infrastrukturplattform Beteiligungen auch wieder versilbern kann. MSIP verwaltet seit der Gründung 2006 Kapitalzusagen von rund 17 Milliarden Dollar.
Aktive ETFs und eine Auszeichnung
Parallel dazu baut die Vermögensverwaltung ihr Angebot in Europa aus. Morgan Stanley Investment Management will im Herbst aktiv gemanagte ETFs auf den Markt bringen. Im Mittelpunkt sollen thematische Strategien stehen, hinzu kommen Covered-Call- und Buffer-Produkte. ETF-Chefin Allyson Wallace nannte Europa die „nächste große Chance“. Aktive ETFs sind dort bislang ein Nischensegment, wachsen aber schnell.
Im Wealth Management gab es Anerkennung: Die einheitliche Beratungsplattform wurde bei den Branchenpreisen des Money Management Institute und von Barron’s als beste Plattform des Jahres 2026 ausgezeichnet. Prämiert wurden Neuerungen seit Juni 2025, darunter eine stärker personalisierte Portfolioverwaltung. Nach Angaben des Hauses standen drei Anbieter zur Wahl.
Analysten sehen zudem Morgan Stanleys Research-Arm aktiv: Zu Synopsys hob das Haus das Kursziel von 500 auf 574 Dollar an und behielt die positive Einstufung bei. Es erwartet für das Geschäftsjahr 2027 zweistelliges Wachstum bei Design-Automatisierung und Design-IP.
Der Konzern verwaltet in der Investmentsparte rund 2,1 Billionen Dollar. Mit dem ETF-Start im Herbst steht der nächste konkrete Schritt der Vermögensverwaltung in Europa bereits fest im Kalender.
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