Morgan Stanley Aktie: Aktienhandel treibt Quartal

Symbolbild, KI-generiert

Höhere Handelserlöse und ein kräftiger Zinsüberschuss steigerten Morgan Stanleys Quartalsgewinn; das Anleihegeschäft gab nach.

Auf einen Blick:
  • Aktienhandel wächst um knapp 41 Prozent
  • Quartalsgewinn steigt auf 4,91 Milliarden Dollar
  • Fixed-Income-Erlöse sinken um 7,3 Prozent
  • Verwaltungsrat beschließt Dividende von 1,15 Dollar

Die Volatilität an den Märkten bringt Morgan Stanley Geld ein. Die US-Bank steigerte ihren Gewinn im dritten Quartal, getragen von einem starken Aktienhandel. Der Rentenhandel bremste dagegen.

Aktienhandel als Motor

Der Gewinn je Aktie kletterte auf 3,03 Dollar, nach 2,80 Dollar vor einem Jahr. Unter dem Strich blieben 4,91 Milliarden Dollar, nach 4,61 Milliarden im Vorjahresquartal. Die Nettoerlöse wuchsen um 12 Prozent auf 20,34 Milliarden Dollar.

Den Takt gab der Aktienhandel vor. Die Erlöse stiegen um knapp 41 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank und der Krieg zwischen den USA und dem Iran hielten die Märkte in Bewegung. Anleger schichteten ihre Portfolios um, die Handelsvolumina zogen an. Konkurrent Goldman Sachs meldete einen ähnlich kräftigen Sprung im Aktienhandel.

Der Anleihehandel lieferte weniger. Die Erlöse im Fixed-Income-Geschäft sanken um 7,3 Prozent auf 2,01 Milliarden Dollar. Bei Goldman fiel der Rückgang mit einem Prozent geringer aus.

Zinsen und Kosten

Der Zinsüberschuss legte um 30 Prozent auf 3,25 Milliarden Dollar zu. Die Erträge ohne Zinsen wuchsen um 9 Prozent auf 17,09 Milliarden Dollar. Die Kosten stiegen mit 12 Prozent auf 13,71 Milliarden Dollar im gleichen Tempo wie die Erlöse.

Für mögliche Kreditausfälle legte die Bank 148 Millionen Dollar zurück. Ein Jahr zuvor hatte es hier keine Zuführung gegeben.

Die Aktionäre erhalten eine Quartalsdividende von 1,15 Dollar je Aktie. Der Verwaltungsrat hat sie beschlossen. Sie wird am 13. November 2026 an die Aktionäre ausgezahlt, die am 30. Oktober 2026 im Register stehen.

Ölprognose angehoben

Parallel dazu äußerten sich die Rohstoffexperten des Hauses zum Ölmarkt. Sie hoben ihre Brent-Prognose für das laufende und das kommende Quartal um jeweils fünf Dollar je Barrel an. Als Grund nennen sie die zunehmenden Angriffe auf die Infrastruktur Saudi-Arabiens. Die Rohölexporte laufen demnach weiter, die Unsicherheit bleibt hoch. Brent notierte zuletzt bei rund 106 Dollar.

Im vorbörslichen Handel gab die Aktie leicht nach und notierte bei rund 186 Dollar. Die Quartalsdividende ist der nächste feste Termin: Am 30. Oktober entscheidet sich, wer sie erhält.

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