Am Montag verzeichnete die Aktie von Monolithic Power Systems (MPWR) einen deutlichen Rückgang, nachdem sie am vorangegangenen Freitag noch massiv von starken Quartalszahlen profitiert hatte. Während der Kurs zum Wochenausklang um acht Prozent zulegte, notiert das Papier heute bei 1.144,00 Euro, was einem Rückgang von 7,82 Prozent entspricht. Trotz dieses tagesaktuellen Verlusts verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 39,92 Prozent.
Umsatzrekord durch Nachfrage im Rechenzentrum-Sektor
Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 981 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und einem Zuwachs von 22 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das Segment Enterprise Data, das im Vergleich zum Vorquartal um 45 Prozent wuchs. Medienberichten zufolge wurde die Wachstumsuntergrenze für diesen speziellen Bereich aufgrund der hohen Dynamik auf 130 Prozent nach oben korrigiert.
Die Profitabilität übertraf ebenfalls die Erwartungen des Marktes. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) belief sich auf 6,50 US-Dollar, während der Konsens der Analysten lediglich bei 5,90 US-Dollar gelegen hatte. Neben dem starken Abschneiden im Bereich der Enterprise-Daten trugen auch Fortschritte in der Automobilsparte zum Erfolg bei, für die ein Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich prognostiziert wird. In diesem Segment konnte das Unternehmen rund 1.500 neue Design-Wins verbuchen.
Strategische Investitionen und Ausblick auf das dritte Quartal
Für das laufende dritte Quartal gab das Management eine optimistische Prognose ab. Der Umsatz soll demnach in einer Spanne zwischen 1,14 Milliarden und 1,16 Milliarden US-Dollar liegen. Um die künftige Nachfrage dauerhaft bedienen zu können, plant Monolithic Power, seine Kapazitäten auf über 6 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Das Unternehmen setzt dabei auf technologische Innovationen wie neue DDR5-Controller, 48V-Module und spezielle 800V AC/DC-Lösungen für die Industrie.
Parallel zu den operativen Zielen stärkt das Unternehmen den Shareholder-Value durch ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm. Der Vorstand autorisierte zusätzliche Rückkäufe im Volumen von 500 Millionen US-Dollar, womit das Gesamtbudget für diesen Zweck nun bei einer Milliarde US-Dollar liegt. Trotz der insgesamt positiven Dynamik gab es auch schwächere Bereiche: Die Segmente Consumer sowie Notebook und Speicher entwickelten sich zuletzt weniger kraftvoll und blieben hinter den Wachstumsraten der Datencenter-Sparte zurück.
Analysten sehen erhebliches Aufwärtspotenzial
Die jüngsten Ergebnisse führten bei mehreren Analysehäusern zu einer Neubewertung der Aktie. Die Analysten von KeyCorp hoben ihr Kursziel für das Papier von 2.000 US-Dollar auf 2.100 US-Dollar an und bestätigten die Einstufung mit „Overweight“. Zur Begründung hieß es, dass Monolithic Power im aktuellen Marktumfeld für Rechenzentrum-Infrastruktur hervorragend positioniert sei.
Auch bei Truist zeigt man sich optimistisch und taxiert das Kursziel auf 1.889 US-Dollar. Insgesamt überwiegt das positive Votum am Markt deutlich: Elf Experten empfehlen die Aktie zum Kauf, während nur zwei Häuser die Einstufung „Hold“ vergeben haben. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, die sogenannte Book-to-Bill-Ratio, lag zuletzt bei einem Wert von über eins, was auf eine weiterhin hohe Nachfrage hindeutet. Zugleich blieben die Lagerbestände auf einem niedrigen Niveau, was den Experten zufolge für eine gesunde Auftragsstruktur spricht.
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