MongoDB krempelt seine Machtstrukturen um. Mit der Streichung von Sonderstimmrechten nähert sich der Datenbankspezialist modernen Marktstandards an. Während Institutionen wie Whittier Trust massiv zukaufen, ziehen sich Top-Manager mit Millionensummen zurück.
Ende der Sonderrechte
Nach der Hauptversammlung Ende Juni folgte nun der Vollzug. MongoDB reichte am 1. Juli eine neue Satzung im US-Bundesstaat Delaware ein. Kern der Änderung: Die bisherigen Supermajority-Regeln fallen weg.
Aktionäre haben damit künftig bei wichtigen Beschlüssen mehr Gewicht. Parallel dazu bestätigten die Anteilseigner die Wiederwahl dreier Direktoren bis 2029. Hinzu kommt die Bestätigung von PwC als unabhängiger Wirtschaftsprüfer für das laufende Geschäftsjahr.
Institutionelle kaufen, Insider verkaufen
Das Aktionärsregister ist derzeit in Bewegung. Der Whittier Trust Co. baute seine Position im ersten Quartal 2026 massiv aus. Er hält nun knapp 36.000 Anteile am Softwarekonzern. Indes stieg auch Shelton Wealth Management neu ein.
Auf der Gegenseite herrscht Verkaufsstimmung. In den vergangenen 90 Tagen stießen Führungskräfte Aktien im Wert von rund 50 Millionen US-Dollar ab. CFO Michael Berry und CEO Dev Ittycheria gehörten zu den Verkäufern. Anfang Juli trennten sich zudem weitere Verwaltungsratsmitglieder von kleineren Paketen.
Stabiles Wachstum im Kerngeschäft
Operativ läuft es rund. Im ersten Quartal 2026 steigerte MongoDB den Umsatz um ein Viertel auf rund 688 Millionen US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,32 US-Dollar über den Erwartungen.
Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Management einen Gewinn zwischen 5,95 und 6,14 US-Dollar je Aktie an. Der Aktienkurs spiegelt diese Dynamik bisher nur teilweise wider. Trotz eines Rückgangs von acht Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier bei 312,65 Euro. Damit bleibt der Kurs über seinem 50-Tage-Durchschnitt von rund 283 Euro.
MongoDB hat die strukturellen Hürden für Aktionäre gesenkt. Das deutliche Plus beim operativen Ergebnis untermauert diesen Kurs. Der nächste Härtetest folgt mit dem Abschluss des laufenden Geschäftsjahres Ende Januar 2027.
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