Der Verpackungs- und Papierkonzern Mondi erlebt einen schwierigen Börsentag. Die Aktie fiel am Mittwoch auf ein neues Ein-Jahres-Tief von 6,73 GBP – ein Minus von 1,59 Prozent.
Seit Jahresbeginn hat das Papier damit mehr als ein Viertel seines Werts eingebüßt: 26,72 Prozent Kursverlust. Der RSI liegt bei 29,7 Punkten, was oft als überverkauft gilt.
UBS dreht an der Bewertungsschraube
Der jüngste Abwärtsdruck hat einen klaren Auslöser. Analysten der UBS stufen die Aktie Ende Juni von „Buy“ auf „Neutral“ zurück. Das Kursziel fiel drastisch von 970 auf 750 Pence.
Die Begründung: anhaltender Kostendruck in der Branche. Holz und Altpapier werden teurer, die Margen schrumpfen. Die Folge: Die UBS senkte ihre EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 um rund 12 Prozent. Weitere Kürzungen für 2027 und 2028 sind bereits eingeplant.
Der aktuelle Kurs liegt deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 7,46 GBP – eine Kluft von fast zehn Prozent. Auch das alte 52-Wochen-Tief von 7,18 GBP ist Geschichte.
Institutionelle Anleger taktieren
Die Stimmung der Großanleger scheint uneinheitlich. Aus Pflichtmitteilungen geht hervor: JPMorgan Chase & Co. überschritt am 25. Juni die 5-Prozent-Schwelle und hielt 5,33 Prozent der Stimmrechte. Einen Tag später lag das Institut bereits wieder unter der Meldeschwelle.
Ein Hinweis auf taktisches Handeln in einem volatilen Marktumfeld.
Sommerquartal unter Druck
Der nächste wichtige Termin für Anleger: die Halbjahreszahlen Ende Juli. Dann wird das Management gefragt sein, ob die jüngsten Akquisitionen die steigenden Rohstoffkosten ausgleichen können.
Einige Großbanken wie Citigroup und Goldman Sachs halten an optimistischeren Ratings fest. Der Markt bleibt dennoch vorsichtig. Der Abstand zwischen dem aktuellen Kurs und dem 50-Tage-Durchschnitt zeigt, wie steil der jüngste Rutsch verlief.
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