Modernas Kombinationstherapie gegen Melanome könnte 2028 in Deutschland und Europa auf den Markt kommen. Der Zeitplan betrifft die Kombination von Modernas intismeran autogene mit Keytruda von Merck und beschreibt mögliche Markteinführungen, keine bereits erteilten Zulassungen.
Studienerfolg mit offenen Überlebensdaten
Moderna und Merck hatten vor rund zwei Wochen detaillierte Ergebnisse ihrer Phase-3-Studie INTerpath-001 vorgestellt. Bei Patienten mit operativ entferntem Melanom der Stadien IIB bis IV verringerte die Kombination das Risiko eines Rückfalls oder Todes gegenüber Keytruda allein um 42%.
Das Risiko von Fernmetastasen oder Tod sank um 38%. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 24,6 Monaten waren die Daten zum Gesamtüberleben noch nicht ausgereift. Die Unternehmen erklärten, mit den Zulassungsbehörden im Austausch zu stehen.
Reuters beschrieb die damalige Börsenreaktion als Gewinnmitnahmen nach einer monatelangen Rally. Der Veröffentlichung war ein Datenleck vorausgegangen. Die Risikoreduktion beim Rückfall-oder-Tod-Endpunkt blieb hinter den 49% aus einer früheren Phase-2b-Studie zurück.
Unterschiedliche Signale der Analysten
William Blair stufte Moderna vor gut einer Woche von „Outperform“ auf „Market Perform“ herab. Das Haus begründete den Schritt mit der Bewertung sowie klinischen und biologischen Risiken bei der Entwicklung von intismeran für weitere Tumorarten. Die Bedenken bezogen sich damit ausdrücklich auch auf Anwendungen jenseits des untersuchten Melanoms.
Als nächster angekündigter Unternehmenstermin folgt am 6. November 2026 die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026.
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