William Blair hat Moderna am Dienstag von „Outperform“ auf „Market Perform“ herabgestuft. Medienberichten zufolge begründete das Analysehaus den Schritt mit der Bewertung nach der Kursrally. Damit richtete sich die Begründung der Abstufung auf das erreichte Bewertungsniveau der Aktie, nicht auf eine Neubewertung der klinischen Ergebnisse.
Die Dimension des Kursanstiegs zeigt die Entwicklung seit Jahresbeginn: Die Moderna-Aktie hat in diesem Zeitraum 646% gewonnen. Reuters hatte bereits den Ausverkauf nach Veröffentlichung der Krebsimpfstoffdaten als Gewinnmitnahmen nach einer monatelangen Rally eingeordnet.
Studienerfolg mit unterschiedlicher Marktaufnahme
Moderna und Merck hatten vor gut einer Woche detaillierte Ergebnisse der Phase-3-Studie INTerpath-001 vorgestellt. Nach Unternehmensangaben erreichte die Kombination aus intismeran autogene und Keytruda die Studienziele beim rückfallfreien Überleben sowie beim Überleben ohne Fernmetastasen. Untersucht wurden Patienten mit vollständig operativ entferntem Melanom der Stadien IIB bis IV.
Gegenüber Keytruda allein verringerte die Kombination das Risiko eines Rückfalls oder Todes um 42%. Das Risiko von Fernmetastasen oder Tod sank um 38%; diese Risikoreduktion fiel Medienberichten zufolge schwächer aus als in der Phase-2-Studie.
Die Unternehmen veröffentlichten die detaillierten Ergebnisse nach einem öffentlichen Datenleck früher als vorgesehen, noch vor ihrer ESMO-Präsentation. Zugleich teilten sie mit, dass die vollständigen Resultate zur Veröffentlichung im New England Journal of Medicine angenommen worden seien.
Diskussion über den klinischen Einsatz
Moderna veranstaltete am 24. Oktober eine Investorenveranstaltung zur Onkologie; Präsentation und Aufzeichnung sind im Investor-Relations-Bereich archiviert. Medienberichten vom 25. Oktober zufolge verlagerte sich die Diskussion nach den Studienergebnissen auf einen möglichen klinischen Einsatz und die Frage, ob personalisierte Krebsimpfstoffe auch bei anderen Tumorarten angewendet werden könnten.
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