Moderna richtet seine Führungsstruktur für den Übergang in die nächste Entwicklungsphase neu aus. Das US-Biotechunternehmen bereitet sich operativ auf eine mögliche Markteinführung sowie den industriellen Hochlauf des Wirkstoffkandidaten intismeran autogene vor. Zu diesem Zweck wurde die Position des Chief Operating Officer neu geschaffen, die Juan Andres mit Wirkung zum morgigen Montag antritt.
Gleichzeitig tritt Jerh Collins, Chief Technical Operations and Quality Officer, in den Ruhestand. Die organisatorische Maßnahme soll nach Unternehmensangaben das künftige Wachstum und die Diversifizierung des Konzerns unterstützen. An den Märkten notierte das Papier am Freitag zum Handelsschluss bei 168,62 Euro.
Vorbereitung auf die Skalierung
Die personelle Weichenstellung untermauert die Pläne des Konzerns, die Produktionskapazitäten für die Onkologie-Pipeline frühzeitig auszubauen. In einer Pflichtmitteilung über ein Formular 8-K an die US-Börsenaufsicht SEC sowie den begleitenden Angaben nach Regulation FD bestätigte Moderna die Personalien.
Andres kehrt in die neu geschaffene COO-Rolle zurück, um die betrieblichen Abläufe bei der Skalierung zu leiten. Dieser Schritt schließt an die Entwicklungen rund um die klinische Studie INTerpath-001 an. Die Ankündigung der Phase-3-Daten zum Krebsimpfstoff vor rund zwei Wochen hatte der Aktie an den Märkten bereits spürbaren Auftrieb verliehen.
Analysten mahnen zur Vorsicht
Parallel zu den operativen Vorbereitungen sieht sich die Aktie mit Zurückhaltung am Markt konfrontiert. Die Analysten von Citigroup stuften die Papiere am Mittwoch von Neutral auf Sell ab, hoben das Kursziel aber von $60 auf $80 an.
Die Experten begründeten das Verkaufsvotum damit, dass die Rally die fundamentalen Bewertungsannahmen für die Onkologie-Pipeline überholt habe. Medienberichten zufolge löste dieser Schritt Kursverluste aus, wenngleich das Papier seit Jahresanfang ein Plus von 535 Prozent verzeichnet.
Juristische Hürden in Delaware
Zusätzlich belasten offene Rechtsfragen das Unternehmen. Das Bundesbezirksgericht für den Bezirk Delaware wies am Mittwoch Gegenansprüche von Moderna im Patentstreit mit der Northwestern University ab. Dabei strich das Gericht Verteidigungslinien, die auf einer staatlichen Lizenz nach dem Bayh-Dole Act beruhten. Eine Entscheidung über die eigentlichen Vorwürfe wegen möglicher Patentverletzungen fällte das Gericht in dem Verfahren jedoch nicht.
Moderna-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Moderna-Analyse vom 04. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Moderna-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Moderna-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
