Knapp ein Drittel des Kurswerts ist weg, in gerade mal 52 Wochen. Das ist die Ausgangslage bei Mobileye, dem Spezialisten für autonomes Fahren, der vor ein paar Jahren noch als Intel-Kronjuwel galt und beim Börsengang 2022 für Begeisterung sorgte. Inzwischen ist die Begeisterung verflogen, der Kurs auf Mehrjahrestiefs, und die meisten Anleger schauen woanders hin. Vielleicht zu früh.
27 Prozent Wachstum, und niemand applaudiert
Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres meldete Mobileye einen Umsatz von 558 Millionen Dollar, ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist kein schlechtes Ergebnis, schon gar nicht nach dem neun Prozent Rückgang im Quartal davor. Treiber war ein Hochlauf der EyeQ-SoC-Volumina, also der Chips, die in Fahrerassistenzsystemen stecken. Mehr als 230 Millionen Fahrzeuge weltweit sind inzwischen mit Mobileye-Technik ausgestattet, kein Pappenstiel.
Beim bereinigten Ergebnis je Aktie standen 0,12 Dollar in den Büchern, 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, und drei Cent über den Erwartungen. Die bereinigte operative Marge legte um 360 Basispunkte zu. Die Rohertragsmarge hingegen gab um 241 Basispunkte nach, weil der Produktmix bei den EyeQ-Chips ungünstig war. Stört mich weniger als es viele Analysten stört, denn die operative Profitabilität insgesamt stimmt.
Mobileye Global Inc. Aktie Chart
Guidance: angehoben, aber nicht berauschend
Nach dem starken Quartal hat das Unternehmen die Jahresziele hochgesetzt. Umsatz nun zwischen 1,935 und 2,015 Milliarden Dollar, beim Mittelpunkt also rund vier Prozent Wachstum für das Gesamtjahr. Das ist eine Verlangsamung gegenüber 2025, klar. Beim bereinigten operativen Ergebnis rechnet Mobileye mit 185 bis 235 Millionen Dollar, was am Mittelpunkt einem Rückgang von rund 25 Prozent entspricht. Nicht schön. Wer kurzfristig denkt, findet hier genug Gründe, die Aktie links liegen zu lassen.
Robotaxis und Roboter
Was der Markt dabei ausblendet: Mobileye baut parallel an zwei Wachstumsfeldern, die langfristig erheblich mehr Gewicht haben als das Quartalsergebnis. Zusammen mit dem Volkswagen-Konzern entwickelt das Unternehmen den MOIA-Robotaxi, driverless-Betrieb in den USA ist für Ende 2026 geplant, der kommerzielle Rollout danach. Uber ist als Partner mit an Bord, was die Skalierung beschleunigen dürfte. Bis 2033 sollen 100.000 MOIA-Robotaxis auf der Straße sein.
Dazu kommt die Übernahme von Mentee Robotics, die in Q1 abgeschlossen wurde. Humanoid-Roboter, Physical AI, ein Markt, der gerade erst Fahrt aufnimmt. Kurzfristige Umsatzbeiträge? Keine. Langfristige Positionierung? Möglicherweise sehr gut. Wer Mobileye heute nur als Zulieferer für Fahrerassistenzsysteme sieht, hat die Geschichte noch nicht zu Ende gelesen.
Konkurrenz schläft nicht
Das Gegenargument liegt auf der Hand. Nvidia hat einen eigenen Autonomie-Stack vorgestellt, Waymo von Alphabet ist seit Jahren aktiv, Tesla treibt Optimus voran, und im Robotik-Bereich wimmelt es von Startups. Der Markt ist groß genug für mehrere Gewinner, das stimmt, aber Mobileye muss liefern. Jahrelange Erfahrung und 230 Millionen verbaute Einheiten sind kein schlechtes Fundament, aber kein Freifahrtschein.
Zusätzlich hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Dollar angekündigt. Das Management signalisiert damit, dass es die aktuelle Bewertung für zu niedrig hält. Wer dem zustimmt, kauft gerade einen Physical-AI-Spieler zu Mehrjahrestiefs. Wer das für einen Humanoid-Robotik-Startup täte, würde derzeit vermutlich ein Vielfaches bezahlen.
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