Manchmal reicht ein einziger Analyst, um eine Aktie in Bewegung zu setzen. Vanessa Jeffriess von Jefferies hat Mobileye mit einem Underperform-Rating gestartet, Kursziel 8 Dollar, und die Aktie rauschte am Montag um knapp 7 Prozent nach unten. Kein schlechter Start für eine neue Coverage.
Drei Debatten, eine Meinung
Jeffriess strukturiert ihre Skepsis in drei Punkten. Erstens: Was ist schon eingepreist? Ihre Antwort ist eindeutig. „Mobileye bietet interessante Exposition gegenüber Robotaxis und Humanoiden, aber das kurzfristige Aufwärtspotenzial sieht begrenzt aus“, schreibt sie. Der Wechsel zu höheren Autonomiestufen sollte zwar das Wachstum treiben, sei aber bereits im Konsens enthalten. Wer also auf diese Geschichte setzt, zahlt heute schon für eine Zukunft, die noch nicht da ist.
Zweitens die Robotaxi-Frage. Die geplanten Rollouts von Volkswagen und MOIA könnten kurzfristige Katalysatoren liefern, so Jeffriess. Nur: Der kommerzielle Ausgang ist offen. Sie zweifelt ausdrücklich an der Haltbarkeit von Mobileyes Preismodell mit 40.000 Dollar Upfront-Kosten plus 0,20 Dollar pro Meile. Ob das skaliert, weiß heute niemand.
Zwischen Growth und Tier-1-Zulieferer
Der dritte Punkt ist der interessanteste. Mobileye hat sich seit Dezember 2024 deutlich derated, sitzt jetzt irgendwo zwischen echten Wachstumstiteln und klassischen Automobilzulieferern. Jeffriess bewertet das Unternehmen entsprechend gemischt: das Kernsegment mit einem Aufschlag auf Tier-1-Zulieferer, das SuperVision-Geschäft mit einem Abschlag auf Nvidia und Qualcomm. Das ergibt ein Enterprise-Value-to-Sales-Verhältnis von 1,9, was rund 24 Prozent Abwärtspotenzial vom aktuellen Kurs impliziert.
Mobileye Global Inc. Aktie Chart
Der Haken mit dem Marktanteil
Was Jeffriess besonders beschäftigt: Mobileyes Dominanz im klassischen ADAS-Markt muss nicht zwingend auf höhere Autonomiestufen übertragbar sein. Wenn OEMs bei fortgeschrittener Autonomie die Kontrolle über ihre eigene Software behalten wollen, könnte Mobileye außen vor bleiben. Zudem sieht sie die Wachstumsstory als zu stark abhängig von der VW-Gruppe, mit Risiken für Verzögerungen und dem Bedarf nach weiteren Programmgewinnen.
8 Dollar Kursziel, 24 Prozent Luft nach unten. Jeffriess hat ihre Meinung klar formuliert. Und der Markt hat am Montag zumindest schon mal angefangen, ihr zuzuhören.
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