Mlp hebt überraschend die Gewinnerwartung für 2026 an. Auslöser sind außergewöhnlich hohe erfolgsabhängige Vergütungen im dritten Quartal. Die Aktie legte im Xetra-Handel zeitweise gut vier Prozent auf rund 10,34 Euro zu.
Performance-Gebühren als Treiber
Der Finanzdienstleister aus Wiesloch erwartet für das dritte Quartal ein Ebit, das deutlich über dem Vorjahreswert von 18,3 Millionen Euro liegt. Das teilte das Unternehmen per Ad-hoc-Meldung mit. Hauptgrund sind erfolgsabhängige Vergütungen, die im Vermögensmanagement für die Wertentwicklung von Anlagekonzepten anfallen und zu einem hohen Anteil ergebniswirksam sind.
Der Umsatzeffekt dieser Vergütungen beläuft sich im Quartal auf rund 21 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es nur 2,8 Millionen Euro. Das ist fast das Achtfache.
Neue Spanne für das Gesamtjahr
Der Vorstand hebt die Ebit-Prognose für 2026 auf 110 bis 120 Millionen Euro an. Bisher standen 100 bis 110 Millionen im Plan. Mlp rechnet damit, die alte Spanne zu übertreffen.
Die Anhebung stützt sich nicht allein auf den Einmaleffekt. Das Unternehmen verweist auf die insgesamt sehr positive Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf. Weitere Rückenwinde sollen vom gestiegenen betreuten Vermögen kommen. Hinzu kommen die jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die das Zinsgeschäft stützen dürften.
Erfolgsabhängige Vergütungen schwanken naturgemäß mit der Marktentwicklung. Marktbeobachter dürften daher genau prüfen, wie viel vom Quartalsplus dauerhaft ist und wie viel auf die Performance-Komponente entfällt.
Termin im November
Die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate legt Mlp planmäßig am 12. November 2026 vor. Dann zeigt sich, wie stark die Performance-Gebühren das Ergebnis tatsächlich getrieben haben und wie sich das Kerngeschäft entwickelt hat.
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