Mitie Group steht vor einem radikalen Eigentümerwechsel. Der Konkurrent OCS Group bietet Milliarden für den britischen Outsourcing-Riesen. Anleger reagieren euphorisch auf den saftigen Kursaufschlag.
Barofferte mit hohem Aufschlag
Die Vorstände beider Unternehmen einigten sich auf eine Barübernahme. OCS bewertet Mitie mit rund 3,1 Milliarden Pfund. Aktionäre sollen 218,5 Pence je Aktie erhalten. Hinzu kommt eine geplante Schlussdividende von 3,1 Pence für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Das Gesamtpaket bietet einen Aufschlag von fast 47 Prozent zum Montags-Schlusskurs. Die Aktie kletterte in London prompt auf 2,10 GBP. Das entspricht einem Plus von knapp 39 Prozent. Das laufende millionenschwere Aktienrückkaufprogramm stoppte der Vorstand mit sofortiger Wirkung.
Wachstum im Windschatten der Fusion
Abseits der Übernahmepläne lieferte Mitie starke Quartalszahlen. Der Umsatz stieg im ersten Jahresviertel um zehn Prozent auf 1,41 Milliarden Pfund. Ein Großteil dieses Wachstums resultierte aus neu gewonnenen Verträgen und Projekten.
Die Auftragspipeline schwoll derweil auf 32,5 Milliarden Pfund an. Davon will das Management über 70 Prozent innerhalb der nächsten 18 Monate vergeben. Vor allem in den Bereichen technische Dienstleistungen und Business Services bleibt die Nachfrage stabil.
Entstehung eines neuen Branchenriesen
Hinter OCS steht der Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice. Durch die Fusion entsteht ein Gigant für Gebäudemanagement mit 219.000 Mitarbeitern weltweit. Der neue Konzern wird einen Jahresumsatz von etwa 8,5 Milliarden Pfund erzielen.
Der Zusammenschluss bedarf noch der Zustimmung der Behörden und Aktionäre. Das Management rechnet mit einem Abschluss der Transaktion im ersten Quartal 2027. Bis dahin bleibt das aktuelle Führungsteam im Amt und steuert das operative Geschäft.
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