Die Aktie von Strategy (früher: Microstrategy) ist innerhalb eines Jahres um über 60 gestürzt. Grund: die enge Bindung an Bitcoin. Das Unternehmen kaufte über 672.000 Bitcoin mit geliehenem Geld und Aktien. Kurs und Wertentwicklung hängen somit direkt vom Kryptomarkt ab. Anleger fürchten nun die enorme Volatilität.
MicroStrategy Aktie Chart
Bitcoin reißt Strategy mit in die Tiefe
Bitcoin fiel allein im vierten Quartal um rund 25 Prozent, was einen unrealisierten Verlust von 17,4 Milliarden Dollar auf Strategies Bilanz drückte. Zugleich sank das Bewertungs-Multiplikator-Verhältnis vom Höchststand von 2,4 auf etwa 1,1.
Das heißt: Früher waren Anleger bereit, das 2,4-Fache für eine Strategy-Aktie zu bezahlen im Vergleich zum reinen Wert der Bitcoin-Bestände im Unternehmen. Heute liegt das Verhältnis bei 1,1 – die Aktie wird also fast nur noch nach dem aktuellen Bitcoin-Wert bewertet, der „Aufpreis“ für Strategie, Wachstum und Saylor-Fantasie ist fast verschwunden.
Investoren sorgen sich, dass das hohe Fremdkapital und die massive Verschuldung zu einer Verkaufsspirale führen könnten, wenn Kapitalbedarf entsteht.
Strategy hat hohe Liquidität
Trotz eines Junk-Ratings besitzt Strategy aktuell genug Liquidität. Unbesicherte Schulden belaufen sich auf 8,2 Mrd. Dollar, Cash-Reserven decken über 21 Monate ab.
Analysten sehen jedoch das Potenzial stark abhängig von Bitcoin: Steigt der Kurs, könnte die Aktie bis auf 440 Dollar steigen, ein Plus von über 150 Prozent. Fällt Bitcoin unter 80.000 Dollar, droht ein Absturz unter 100 Dollar.
Saylor treibt seine Strategie weiter voran
Der CEO Michael Saylor setzt auf Bitcoin als Kerngeschäft und bleibt einflussreich im Marktgeschehen. Seine Aussagen zur Zukunft der Kryptowährung prägen stark die Wahrnehmung der Aktie.
Anleger sollten verstehen: Strategy ist kein klassisches Software-Unternehmen mehr. Die Aktie ist jetzt ein Hebel auf Bitcoin. Chancen auf hohe Gewinne existieren, aber das Risiko ist extrem. Wer auf Saylor und steigende Bitcoin-Kurse setzt, könnte profitieren, alle anderen sollten vorsichtig sein.
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