Weg von der Abhängigkeit der Autoindustrie, hin zu Drohnen und Industrierobotern: Microvision vollzieht mit „Lidar 2.0“ eine strategische Kehrtwende. Das Unternehmen will die langwierigen Entwicklungszyklen der großen Fahrzeughersteller hinter sich lassen und setzt verstärkt auf Modularität.
Microvision meldet für das erste Quartal einen Umsatzsprung von 50 Prozent auf 0,9 Millionen Dollar. Ein Großteil der Erlöse stammte dabei aus dem Verkauf von Sensoren des übernommenen Luminar-Portfolios. Dennoch verfehlte das Unternehmen die Markterwartungen von 3,4 Millionen Dollar deutlich.
Anleger reagieren skeptisch auf die Umsatzlücke. Die Aktie verliert heute 7,7 Prozent an Wert und notiert bei 0,61 Euro.
Der Nettoverlust verringerte sich derweil auf 25,3 Millionen Dollar oder 0,08 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 28,8 Millionen Dollar.
Fokus auf Bruttomargen und Effizienz
Herzstück der neuen Ausrichtung ist die „Tri-Lidar“-Architektur. Diese soll Hardware-Kosten senken und den Einsatz in verschiedenen Märkten mit minimalem technischem Aufwand ermöglichen. Parallel dazu hob das Management die Prognose für die Bruttomarge auf 35 bis 40 Prozent an. Bisher war lediglich von einem positiven Wert die Rede.
Kostensenkungen zeigen unterdessen Wirkung. Durch einen Stellenabbau von 15 Prozent und die Konsolidierung der Standorte sank der erwartete jährliche Cash-Burn auf 60 Millionen Dollar. Die Liquidität liegt dank jüngster Kapitalmaßnahmen bei 46,1 Millionen Dollar.
Das Geschäft bleibt stark auf das zweite Halbjahr konzentriert. Im Fokus steht der Hochlauf der Produkte MOVIA S und Halo, etwa für Drohnen-Nutzlasten von unter 300 Gramm. Eine breite Einführung im Pkw-Markt erscheint hingegen erst bei Sensorkosten von rund 200 Dollar realistisch.
Stand heute, 04. November: Microvision WA – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Microvision WA investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 04. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
