Microvast: 0,78 Euro neues Jahrestief

Microvast-Aktie fällt auf neues Jahrestief von 0,78 Euro. Trotz operativer Verluste setzt der Batteriehersteller auf CTP-Technologie und EU-Regulierung.

Auf einen Blick:
  • Aktie erreicht neues Jahrestief
  • Operativer Verlust im ersten Quartal
  • Fokus auf Lkw-Batterietechnologie
  • Hoffnung auf EU-CO2-Regeln

Microvast Holdings kämpft mit einem massiven Vertrauensverlust an den Märkten. Am Freitag markierte das Papier bei 0,78 Euro ein neues Jahrestief. Damit setzt sich eine Abwärtsbewegung fort. Innerhalb einer Woche schrumpfte der Börsenwert um über 15 Prozent.

Strategische Nische im Fokus

Trotz des Kursverfalls besetzt Microvast eine wichtige Position im Batteriemarkt. Ein Branchenbericht vom Juli 2026 identifiziert das Unternehmen als Schlüsselakteur für die „Cell-to-Pack“-Technologie (CTP). Diese Technik soll Batterien für schwere Nutzfahrzeuge effizienter machen. Besonders die Zusammenarbeit mit der Iveco Group unterstreicht diesen Fokus auf die Logistikbranche.

Buchgewinn verdeckt operative Schwäche

Die Zahlen für das erste Quartal 2026 wirken auf den ersten Blick stabil. Microvast wies einen Nettogewinn von 48,2 Millionen US-Dollar aus. Dieser Betrag resultiert jedoch fast ausschließlich aus buchhalterischen Effekten durch die Neubewertung von Verbindlichkeiten.

Ohne diese Einmaleffekte in Höhe von rund 64 Millionen Dollar verbleibt ein bereinigter Nettoverlust von 14,6 Millionen Dollar. Der Umsatz brach parallel dazu auf 60,6 Millionen Dollar ein. Verzögerungen bei der Serienproduktion großer Fahrzeughersteller belasten das Geschäft massiv.

Ausblick und Führung

Das Management setzt nun auf regulatorischen Rückenwind. Neue Regeln zur CO2-Grenzabgabe in der EU könnten die Marktposition stärken. Zusätzlich sorgt die feste Ernennung von Rodney Worthen zum Finanzchef für personelle Kontinuität. Mit einem RSI von 29,1 gilt die Aktie technisch als stark überverkauft.

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