Der Kursverfall des Bitcoin setzte sich am Wochenende fort. Im Tief notierte die Kryptowährung am Sonntag bei nur noch 74.544 US-Dollar, eher sich eine kleine Erholung einstellen konnte. Das sind für MicroStrategy gefährliche Gefilde. Denn der durchschnittliche Kaufpreis des Unternehmens wird auf rund 76.000 Dollar geschätzt.
Wie „Yahoo Finance“ berichtet, saß MicroStrategy für einen Moment auf nicht realisierten Verlusten von einer Milliarde Dollar. Zwar gibt es keinen Automatismus, welcher den Konzern zu Verkäufen zwingen würde und momentan besteht die Strategie wohl daraus, die Kursschwäche einfach auszusitzen. Doch je weiter der Bitcoin fällt, desto schwerer wird es werden, neue Mittel zu finden, um Zinsen zu bedienen oder sogar weiter Bitcoin zuzukaufen.
MicroStrategy in den Händen der Investoren
Bisher funktionierte die Bitcoin-Strategie von MicroStrategy, da Investoren rechnerisch mehr Bitcoin erhielten, als es bei einem direkten Investment in die Kryptowährung der Fall gewesen wäre. Genau dieses Verhältnis droht aber zu kippen. In einem solchen Fall wäre es äußerst fraglich, ob die Käufer dem Unternehmen die Treue halten.
MicroStrategy Aktie Chart
Die Skepsis ist mehr als offensichtlich. Der Kursverfall der MicroStrategy-Aktie setzte sich am Montagmorgen an den hiesigen Märkten mit Verlusten von 7,4 Prozent fort. Auf Jahressicht notiert der Titel bereits mit rund 65 Prozent im roten Bereich. Die Bullen gehen in Deckung und jeder weitere Kursverlust an den Kryptomärkten verschärft die Lage.
Gefahr im Verzug?
Wie es nun weitergehen mag, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Kryptoverfechter bleiben bisher entspannt und rechnen mit einer vollumfänglichen Erholung, was MicroStrategy wieder in ruhigere Gewässer befördern würde. Mancher Analyst warnt allerdings vor einem anhaltenden Abwärtstrend. Selbst Kurse unterhalb von 60.000 Dollar scheinen beim Bitcoin nicht ausgeschlossen zu sein. In einem solchen Szenario würde MicroStrategy eine katastrophale Bilanz ausweisen müssen. Wenngleich Verluste sich nur auf dem Papier ergeben würden, dürften die Märkte darauf wenig erfreut reagieren.
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