Aufgrund der enormen Kursverluste beim Bitcoin war bereits abzusehen, dass MicroStrategy enorme Verluste melden würde. Seit gestern haben die Anleger dies nun auch Schwarz auf Weiß. Nachdem der Bitcoin zwischenzeitlich in Richtung 60.000 US-Dollar abdriftete, notiert die Kryptowährung nun unterhalb des durchschnittlichen Kaufpreises von MicroStrategy.
Gemeldet wurde daher bei den jüngst vorgestellten Quartalszahlen ein Nettoverlust von satten 12,6 Milliarden Dollar. Solange keine Bitcoin verkauft werden, existiert dieser Verlust zwar nur auf dem Papier. Zudem beteuert Strategy, noch über genügend Liquidität zu verfügen, um Zinsen und Dividenden rund zwei Jahre lang zu bedienen. Skepsis macht sich unter den Anlegern aber dennoch breit.
Warum es für MicroStrategy ungemütlich werden könnte
Sollte der Bitcoin sich nicht wieder erholen können, so würde MicroStrategy mittelfristig vor allem auf Finanzierungsprobleme zugehen. Denn bisher konnten munter neue Aktien ausgegeben werden, um damit weitere Bitcoin zu erwerben. Dieser Ansatz macht aber keinen Sinn mehr, wenn der Bitcoin unterhalb des durchschnittlichen Kaufpreises liegt.
Zudem wird es gefährlich wenn eines Tages Wandelanleihen fällig werden. Gesetzt wurde darauf, dass die Anleger solche aufgrund höherer Kurse in Aktien umwandeln. Bei niedrigen Bitcoin-Kursen dürfte das Interesse daran ausgesprochen gering ausfallen. Es könnte zu einem Szenario kommen, in dem mehr in bar zurückgezahlt werden muss, als noch vorhanden ist. Und im schlimmsten Fall müssten dann auch Bitcoin verkauft werden, was aktuell noch ausgeschlossen wird.
Die Sorgen sind groß
MicroStrategy Aktie Chart
Natürlich ist all das etwas weit vorgegriffen. Für den Moment kann MicroStrategy die Lage noch etwas aussitzen und auf eine Erholung des Bitcoin-Kurses hoffen. Den Anteilseignern stehen die großen Sorgen aber ins Gesicht geschrieben. Die MicroStrategy-Aktie stürzte gestern um 17,1 Prozent auf maue 106,99 Dollar.
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