MicroStrategy, mittlerweile nur noch Strategy, steht nach dem starken Abverkauf von Bitcoin weiterhin unter Druck und hat seit Juni über 60 % verloren. Die Verlaufstiefs bei 230 US-Dollar sowie die darunterliegende Unterstützungszone wurden dabei nach unten durchbrochen. Die aktuelle Zone könnte nun für den weiteren Verlauf besonders spannend werden.
Zu hohe Bitcoin-Quote gefährdet Indexplatz
Noch im Frühjahr 2025 galt Strategy, der frühere MicroStrategy-Konzern, als Hebel auf Bitcoin. Die Aktie stieg auf über 540 Dollar, getragen von einem schuldenfinanzierten Kaufrausch, der das Unternehmen zum größten Bitcoin-Inhaber der Welt machte. Innerhalb von vier Monaten verlor Strategy mehr als die Hälfte seines Börsenwerts und wandelte sich vom High-Flyer zu einer der wohl riskantesten Geschichten im gesamten US-Technologiesektor. Die hohe Verschuldung begann, dem Unternehmen über den Kopf zu wachsen. Über acht Milliarden Dollar an Kreditlast stehen den Bitcoin-Beständen gegenüber und erstmals seit Jahren lag deren Marktwert zeitweise sogar unter dem Unternehmenswert.
JPMorgan warnte öffentlich, dass Strategy seinen Platz im MSCI-USA-Index verlieren könnte. Der Grund ist simpel, aber gravierend, der Bitcoin-Anteil am Unternehmenswert hat ein Niveau erreicht, das nicht mehr mit den Regularien passiver Indexfonds vereinbar ist. Sollte MSCI tatsächlich eingreifen, wären zahlreiche ETFs gezwungen, die Aktie abzustoßen, ein Szenario, das den laufenden Abverkauf weiter verschärfen könnte.
Saylor zeigte sich unerschrocken und erklärte, Strategy könne selbst einen 80- bis 90-prozentigen Bitcoin-Crash überstehen. Der Markt registrierte die Aussage, allerdings nicht ohne Zweifel. Denn just in derselben Woche blieb der sonst übliche Montagmorgen-Tweet aus, zum ersten Mal seit sechs Wochen kaufte Strategy keinen Bitcoin.
MicroStrategy-Aktie im Chart-Check
Anfang letzten Jahres hatte es die Aktie geschafft, die 500-US-Dollar-Marke deutlich zu überschreiten. Seitdem ging es für den Kurs jedoch Schritt für Schritt nach unten. Im Juli hat die Aktie ein letztes Mal versucht, die Hochs erneut anzulaufen, seit diesem Zeitpunkt steht ein Minus von rund 60 % zu Buche. An der aktuellen Zone könnte nun wieder Kaufkraft in den Markt kommen. Direkt darüber liegt eine Widerstandszone, die durch die Tiefs der vorherigen Korrektur entstanden ist. Unterhalb der aktuellen Marke befindet sich zudem eine größere Unterstützungszone, an der der Markt bereits mehrfach Stärke gezeigt hat und sich rund sechs Monate halten konnte, bevor der starke Anstieg eingesetzt hat. Hier das Ganze im Tageschart.

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/1i69aQGe/
Long-Chancen sehe ich hier aktuell nicht. Es könnte sinnvoll sein, zunächst einen Blick auf den Bitcoin zu werfen und bei einem steigenden Bitcoin gegebenenfalls auch hier nach Chancen zu suchen. Erst wenn der Markt über die Widerstandszone läuft, würde ich über mögliche Kauf-Chancen nachdenken, oder bei einem Anlaufen der Zone um 107 US-Dollar, als potenzieller Turnaround-Punkt.
Sollte der Markt an die Widerstandszone laufen und sich dort Verkaufsdruck aufbauen, könnte das eine Chance für weiter fallende Kurse und eine Fortsetzung des aktuellen Trends sein. Kommt der Markt gar nicht erst so weit nach oben, könnte auch ein nachhaltiges Unterschreiten der aktuellen Zone als Verkaufssignal genutzt werden.
Ihr Konrad
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