Bei Microsoft passt für viele Anleger derzeit etwas nicht zusammen. Der Konzern liefert starke Zahlen, doch der Aktienkurs zeigt Schwäche. Innerhalb eines halben Jahres hat die Aktie rund 10 Prozent an Wert eingebüßt. Der Grund dafür heißt KI – genauer gesagt: die enormen Investitionen.
Microsoft Aktie Chart
Microsoft: Die Zahlen sind spitze!
Dabei lief das Geschäft bei Microsoft zuletzt rund.
Microsoft Zahlen Q1/26
| Kennzahl | Q1/26 | Veränderung |
| Umsatz | 77,673 Mrd. Dollar | + 18,4 Prozent |
| Gewinn je Aktie | 3,72 Dollar | + 12,3 Prozent |
| Free Cashflow | 25,663 Mrd. Dollar | + 33,3 Prozent |
Mit diesen Zahlen übertrag Microsoft die Erwartungen klar. Vor allem das Cloud-Geschäft boomt. Azure wuchs rasant, angetrieben durch eine hohe Nachfrage nach KI-Diensten.
Info: Azure ist die Cloud-Plattform von Microsoft. Unternehmen speichern dort Daten, betreiben Anwendungen und nutzen KI-Dienste über das Internet, ohne eigene Server betreiben zu müssen.
Unternehmen investieren kräftig in Automatisierung und künstliche Intelligenz. Das zeigt auch der riesige Auftragsbestand, der stark zulegte und künftige Umsätze sichert.
Microsoft: Darum reagiert die Markt nervös!
Trotzdem reagierte die Börse nervös. Anleger fürchten, dass die milliardenschweren Ausgaben für neue Rechenzentren die Margen belasten könnten.
Microsoft pumpt derzeit Rekordsummen in Infrastruktur. Neue Standorte entstehen weltweit. Die Kapazitäten reichen trotzdem noch nicht aus, um alle Kunden sofort zu bedienen. Genau das bremst kurzfristig das Wachstum.
Microsoft steht fundamental gut da
Finanziell steht der Konzern jedoch stabil da. Der Cashflow wächst kräftig. Die Bilanz bleibt stark. Sogar die Schulden sind um 17,5 Prozent auf 33,8 Mrd. Dollar gesunken. Die Zinszahlungen in den letzten 4 Quartalen summierte sich gerade einmal auf 2,5 Mrd. Dollar. Bei einem Umsatz im selben Zeitraum von 293,8 Mrd. Dollar machen die Zinszahlungen gerade einmal 0,85 Prozent aus. Sie spielen daher eine Rolle.
Hinzu kommt: Microsoft sitzt auf einem Berg voller Geld. Die Cashbestände liegen bei 102 Mrd. Dollar – ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.
Info: Cashbestände umfassen Bargeld und kurzfristige Investments, die innerhalb von drei Monaten ohne Wertverlust liquide gemacht werden können.
Microsoft ist daher in der Lage, selbst hohe Investitionen zu stemmen. Analysten sehen darin keinen Grund zur Panik, sondern eher eine Chance.
OpenAI könnte weiterer Kurstreiber sein
Ein weiterer Kurstreiber liegt in der engen Partnerschaft mit OpenAI. Microsoft sicherte sich exklusive Vermarktungsrechte und bindet die führenden KI-Modelle fest an Azure. Das verschafft dem Konzern enorme Macht im Zukunftsmarkt. Langfristig winken hohe Margen und stark steigende Gewinne.
Selbst das KGV liegt mit 32 so niedrig wie schon lange nicht mehr. Das Vorwärts-KGV, das die erwarteten Gewinne ins Verhältnis zum Aktienkurs setzt, liegt mit 28 sogar noch niedriger.
Unterm Strich prallen zwei Sichtweisen aufeinander. Kurzfristig sorgen hohe Ausgaben für Unsicherheit. Langfristig baut Microsoft seine Vormachtstellung im KI-Zeitalter aus. Der Kursrückgang spiegelt eher Angst als Fundamentaldaten wider. Genau darin sehen Optimisten jetzt eine Einstiegschance. Niemand muss in Panik verfallen. Anleger können daher die Schwäche der Microsoft-Aktie nutzen und einsteigen.
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