Schon seit einer ganzen Weile wird an der Börse darüber gemunkelt, ob klassische Softwarekonzerne bei der KI-Revolution letztlich unter die Räder kommen könnten. Auch Microsoft ist davon nicht befreit, obschon das Unternehmen schon früh Milliarden in den ChatGPT-Entwickler OpenAI investierte.
Die Zweifel scheinen tatsächlich größer zu werden, und sie kommen auch nicht nur von Analysten und reinen Beobachtern. Mit dem Hedgefonds TCI hat nun auch ein bedeutender Investor die Reißleine gezogen. Wie dessen Chef in einem Brief an die Aktionäre mitteilen ließ, wurde die Beteiligung an Microsoft nahezu vollständig aufgelöst.
Microsoft fällt zurück
Begründet wird dieser Schritt mit „Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Wettbewerbsposition von Microsoft“. Hauptsächlich sorgt sich TCI um das Office-Geschäft, wo die KI etablierte Arbeitsabläufe verändere und die Entstehung neuer Produktivitätsplattformen hervorrufen könnte. In dieser Ausgangslage erkennt TCI interessantere Alternativen, darunter die Aktien der Google-Mutter Alphabet.
Solche Worte und vor allem konkrete Verkäufe sind freilich Wasser auf die Mühlen der Bären. Die sitzen bei Microsoft weiterhin am längeren Hebel. Dazu führt auch, dass Copilot gegenüber ChatGPT, Gemini, Claude und Konsorten nur überschaubare Marktanteile erreichen kann, trotz der Integration ins Betriebssystem Windows.
Es wird ungemütlich
Der bröckelnde Support für Microsoft ist an der Börse längst spürbar. Nachdem dort der Kurs am Freitag um weitere 1,4 Prozent nachgab, notierte die Aktie zum Wochenende bei noch 415,06 US-Dollar. Das sind gut 14 Prozent weniger als zu Jahresbeginn und der Abstand zum Allzeit-Hoch bei 555,45 Dollar fällt noch einmal ein ganzes Stück größer aus. Vom einstigen KI-Star ist Microsoft klar in den Gegenwind gerückt. Das klassische Geschäftsmodell steht unter Druck, während bei Cloud und KI andere hübschere Wachstumssignale vorweisen können.
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