Bei Microsoft dreht sich das Personalkarussell. Gleich zwei Branchen-Urgesteine verlassen den Konzern. CEO Satya Nadella baut die Führungsriege radikal um. Das Ziel: flachere Hierarchien für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.
Abschied der Veteranen
Im Juli geht Rajesh Jha in den Ruhestand. Parallel dazu kündigte Marketingchef Yusuf Mehdi seinen Abschied an. Mehdi prägte in 35 Jahren Meilensteine wie Windows 95 und die Xbox. Er bleibt noch bis Juni 2027 an Bord.
In dieser Übergangsphase soll er Windows für autonome KI-Agenten optimieren. Nadella setzt künftig auf kleinere Teams. Sie sollen neue KI-Lösungen deutlich schneller auf den Markt bringen.
Neue Plattform für KI-Agenten
Auf der technischen Seite baut Microsoft seine Cloud-Dominanz aus. Das Partnerunternehmen Kore.ai startete kürzlich seine neue KI-Plattform „Artemis“ exklusiv auf Azure. Die Software nutzt eine spezielle Dual-Brain-Architektur.
Damit sinkt die Entwicklungszeit für komplexe KI-Systeme von Monaten auf wenige Tage. Microsoft zielt mit diesem Angebot direkt auf die größten Weltkonzerne ab. Hohe Sicherheitsstandards stehen dabei im Fokus.
Milliarden für den Ausbau
Der radikale Umbau fußt auf starken Zahlen. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 18 Prozent auf knapp 83 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 4,27 US-Dollar die Erwartungen.
Besonders das KI-Geschäft wächst rasant. Die annualisierten KI-Erlöse erreichten zuletzt 37 Milliarden US-Dollar. Um dieses Wachstum zu halten, investiert Microsoft massiv. Schätzungen zufolge fließen 2025 rund 190 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur. Das Geld finanziert primär neue Rechenzentren für Azure und OpenAI.
Blick auf die Aktie
An der Börse zeigt sich aktuell ein gemischtes Bild. Die Aktie ging am Freitag bei 360,90 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund elf Prozent an Wert. Der Kurs notiert aber wieder über dem kurzfristigen Trendindikator von knapp 344 Euro.
Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 560,88 US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2026 hoben zahlreiche Experten ihre Gewinnschätzungen an. Einkommensorientierte Anleger blicken derweil auf den Juni. Dann zahlt Microsoft die nächste Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar je Anteilsschein.
Die neue Führungsriege steht nun vor einer klaren Aufgabe. Sie muss die massiven Forschungsinvestitionen in profitable Unternehmenslösungen verwandeln. Gelingt die Skalierung der KI-Agenten, rechtfertigt das auch die immensen Ausgaben für neue Rechenzentren.
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