Der Markt glaubt an KI, und dann hat er Angst vor den Ausgaben. Und dann glaubt er wieder daran. So beschreibt es Investor Diton, und wer die Microsoft-Aktie in den letzten Monaten beobachtet hat, weiß, dass das keine Übertreibung ist. YTD gut 19 Prozent im Minus, gemessen in Euro, Stand 30. Juni 2026. Von der 52-Wochen-Spitze bei 490 Euro ist die Aktie weit entfernt.
Schulden statt Eigenkapital
Diton bringt einen Punkt, der gern übersehen wird. Die großen Tech-Konzerne, Microsoft eingeschlossen, sitzen zwar auf soliden Bilanzen. Doch sie geben nicht nur Aktien aus, sie nehmen auch massiv Schulden auf. Alles für KI-Infrastruktur, Rechenzentren, Chips, Lizenzen. Das sind keine kleinen Wetten, das sind Milliardenwetten auf eine Technologie, deren Ertragsmodell noch niemand wirklich durchgerechnet hat.
Und je größer die Summen werden, desto schwerer fällt es zu sagen, wer am Ende davon profitiert. Diton formuliert es trocken: „Nicht jeder wird gewinnen. Es wird Gewinner geben, es wird Verlierer geben.“
Microsoft Aktie Chart
Wer verliert, könnte Microsoft sein
Er nennt die Aktie explizit. Microsoft sei vom Hoch „eine Menge“ gefallen, und das Urteil, wer bei KI gewinnt und wer verliert, stehe noch aus. Das ist kein Angriff auf das Unternehmen, aber auch kein Freispruch. Es ist schlicht die ehrlichste Einschätzung, die man derzeit haben kann.
Dazu passt, dass der norwegische Staatsfonds seine Microsoft-Beteiligung zuletzt reduziert hat. Kein Paniksignal, aber ein Zeichen, dass auch große, geduldige Investoren nicht blind halten.
Die Jury tagt noch
Die nächsten Quartalszahlen kommen am 29. September. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob Microsofts KI-Ausgaben sich in Umsatz verwandeln oder nur in Abschreibungen. Diton hat sie gut zusammengefasst. Die Jury ist noch nicht zurück.
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