Microsoft plant nach Informationen von „Business Insider“ eine weitere Stellenstreichungsrunde, die noch in dieser Woche angekündigt werden soll. Betroffen sind laut dem Bericht unter anderem Vertriebs- und Beratungsbereiche sowie die Xbox-Spielsparte.
Die Kürzungen sollen weniger als 2,5 Prozent der weltweit rund 220.000 Mitarbeiter betreffen – also mehrere tausend Stellen. Microsoft hat sich bislang nicht offiziell geäußert.
Microsoft-Aktie: Xbox vor der größten Kürzung in seiner Geschichte
Besonders hart trifft es die Xbox-Division: Laut dem Medienbericht könnte sie die größte Personalkürzung in ihrer 25-jährigen Geschichte erleben. Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma hatte Mitarbeitern bereits im Juni erklärt, das Geschäft befinde sich nicht in einem gesunden Zustand und benötige einen Neustart.
Xbox investierte in den vergangenen fünf Jahren mehr als 20 Milliarden Dollar in Inhalte, Plattformen und Hardware – der Jahresumsatz sank im selben Zeitraum um fast 500 Millionen Dollar. Die operative Marge liegt aktuell bei rund drei Prozent.
Microsoft-Aktie: Kostendisziplin als Gegengewicht zu Milliarden-KI-Investitionen
Der eigentliche Treiber hinter den Stellenstreichungen ist der massive Investitionsbedarf im KI-Bereich: Microsoft steuert im laufenden Geschäftsjahr auf mehr als 100 Milliarden Dollar Kapitalausgaben zu – etwa zwei Drittel davon entfallen auf KI-Infrastruktur. Der Abbau klassischer Vertriebs- und Beratungsstellen ist der schnellste Hebel, um Margen zu schützen, während die Rechenzentrumsausgaben weiter steigen.
Die Entlassungswelle bei Microsoft spiegelt einen breiteren Branchentrend wider: US-Technologieunternehmen haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 bereits mehr als 123.000 Stellen abgebaut – ein Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Microsoft-Aktie unter Druck
KI war dabei drei Monate in Folge der meistgenannte Grund für Entlassungen. Die Microsoft-Aktie notiert auf 1-Monats-Sicht mit -12 % im Minus und bewegt sich nahe ihres 52-Wochen-Tiefs. Derzeit gibt es teils erhebliche Bedenken, ob und wann sich die hohen KI-Ausgaben letztendlich rentieren werden (Stand: 01.07.2026, 12:00 Uhr, Tradegate).
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