Microsoft wird laut einem Reuters-Bericht vom Donnerstag eine Option zur Ausweitung seines Rechenzentrumsvertrags mit Nscale in Texas nicht nutzen. Damit verzichtet das Unternehmen auf die Möglichkeit, die dort vereinbarte Rechenkapazität mehr als zu verdoppeln. Bloomberg berichtete ebenfalls über den abgelehnten Ausbau der Vereinbarung.
Die Entscheidung gehörte Medienberichten zufolge zu den unternehmensspezifischen Belastungen, als Microsoft am Donnerstag im breiten Ausverkauf von KI-Aktien nachgab. Anleger hinterfragten dabei den Umfang der KI-Ausgaben großer Cloudanbieter und deren Ertragsperspektiven.
Nachfrage übersteigt verfügbare Kapazität
Microsoft erklärte gegenüber Reuters, bei seiner Infrastruktur eigene Rechenzentren, angemietete Anlagen und Partnerschaften mit Drittanbietern zu kombinieren.
Auf der Ergebniskonferenz am 28. Oktober hatte Microsoft mitgeteilt, dass die Kundennachfrage weiterhin das verfügbare Angebot übersteige. Einige Verträge mit Drittanbietern über Grafikprozessor-Rechenleistung als Dienstleistung hätten sich in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres verschoben.
Für das erste Geschäftsquartal 2027 meldete Microsoft ein Azure-Umsatzwachstum von 48%. Für das Folgequartal stellte das Unternehmen bei Azure ein währungsbereinigtes Wachstum zwischen 49% und 50% in Aussicht.
Der Konzernumsatz erreichte im ersten Geschäftsquartal 92,3 Milliarden $ und lag damit um 19% über dem Vorjahreswert. Microsoft veröffentlichte diese Ergebnisse am 28. Oktober.
Zusammenarbeit mit Lumen wird ausgebaut
Am Montag kündigten Lumen Technologies und Microsoft eine erweiterte Vertriebskooperation für Unternehmensnetzwerke an, die auf KI-Anwendungen vorbereitet sind. Die Zusammenarbeit umfasst eine gemeinsame Kundenplanung. Zudem wollen die Partner weitere Funktionen von Lumen über Azure und den Microsoft Marketplace anbieten.
Laut Microsoft soll die Kooperation den gemeinsamen Vertrieb dieser Netzwerklösungen an Unternehmenskunden ausweiten. Die zusätzlichen Angebote für Azure und den Microsoft Marketplace sind geplant.
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