Microsoft übernimmt ein Rechenzentrum-Projekt in Texas, nachdem OpenAI von einer weiteren Expansion Abstand genommen hat. Der Softwarekonzern wird damit zum direkten Nachbarn seines Beteiligungsunternehmens auf einem der größten KI-Campus der Vereinigten Staaten. Das Projekt in Abilene, Texas, entwickelt sich zu einem zentralen Knotenpunkt für die Rechenleistung künstlicher Intelligenz.
Crusoe erweitert Campus auf 2,1 Gigawatt Gesamtkapazität
Der Rechenzentrumsentwickler Crusoe gab am Freitag bekannt, dass er für Microsoft zwei neue Gebäude sowie ein eigenes Kraftwerk errichten wird. Die zusätzliche Kapazität von 900 Megawatt soll ab Mitte 2027 schrittweise in Betrieb gehen und die KI-Arbeitslasten von Microsoft Azure unterstützen. Chase Lochmiller, Mitgründer und CEO von Crusoe, spricht von einer „industriellen Grundlage für amerikanische KI mit einer Geschwindigkeit, die die Branche noch nie gesehen hat“.
Das neue Kraftwerk wird mit 900 Megawatt deutlich größer ausfallen als die bestehende 350-Megawatt-Anlage, die OpenAI und Oracle versorgt. Insgesamt wird der Campus auf dem ehemaligen Mesquite-Buschland dann zehn Rechenzentrumsgebäude mit einer beeindruckenden Gesamtkapazität von 2,1 Gigawatt umfassen.
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OpenAI konzentriert sich auf andere Standorte
OpenAI hatte Anfang des Monats mitgeteilt, die ursprünglich geplante Erweiterung in Abilene nicht weiterzuverfolgen. Sachin Katti, Leiter der Recheninfrastruktur bei OpenAI, erklärte auf X, dass man sich entschieden habe, die zusätzliche Kapazität an anderen Standorten zu realisieren. Das Unternehmen entwickelt derzeit mehr als ein halbes Dutzend weitere Standorte in den USA, darunter ein gemeinsames Projekt mit Oracle in Wisconsin.
Crusoe vervollständigt derzeit noch sechs weitere Gebäude für OpenAI und Oracle, die bis Ende 2026 fertiggestellt sein sollen. Microsoft hält weiterhin rund 27 Prozent an OpenAI, doch die beiden Unternehmen verfolgen zunehmend eigenständige KI-Entwicklungswege. Die räumliche Nähe auf demselben Gelände könnte dennoch Synergien ermöglichen, auch wenn die Infrastruktur getrennt betrieben wird.
Die massive Expansion wirft allerdings Fragen zur Nachhaltigkeit auf. OpenAI-Chef Sam Altman räumte bei einem Besuch in Abilene ein, dass Gas verbrannt werde, um die Rechenzentren zu betreiben. Langfristig hofft man auf eine diversifizierte Energieversorgung, die auch erneuerbare Quellen einbezieht. Wie sich die Klimaverpflichtungen der Technologiekonzerne mit dem rasanten Ausbau der KI-Infrastruktur vereinbaren lassen, bleibt eine zentrale Herausforderung für die Branche.
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