Microsoft steht in Deutschland vor einem weiteren Rückschlag im öffentlichen Sektor. Nach Schleswig-Holstein will nun auch Mecklenburg-Vorpommern seine Landesverwaltung schrittweise von Microsoft-Software lösen. Darüber berichtete kürzlich das Online-Portal „Heise“.
Microsoft-Aktie: Mecklenburg-Vorpommern will weniger US-Technologie nutzen
Statt proprietärer Lösungen sollen künftig Open-Source-Anwendungen und europäische Technologien in den Behörden zum Einsatz kommen. Ziel ist es, die digitale Souveränität zu stärken, Kosten zu senken und die Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen zu verringern.
Konkret setzt das Bundesland künftig auf die Open-Source-Plattform Nextcloud als Ersatz für Microsoft SharePoint. Der Umstieg der ersten 5.000 Beschäftigten ist bereits abgeschlossen, langfristig sollen mehr als 50.000 Behördenmitarbeiter mit der neuen Plattform arbeiten.
Zudem will Mecklenburg-Vorpommern auch die Nutzung des gesamten Pakets von Microsoft Office in den Behörden beenden. Jene Umstellung dürfte laut einer von „Heise“ zitierten Ministeriums-Sprecherin jedoch einige Zeit dauern. Bei der Künstlichen Intelligenz möchte das norddeutsche Land indes ebenfalls auf europäische Technologien statt auf Angebote von Microsoft, OpenAI oder Google setzen.
Microsoft-Aktie: Europa setzt auf digitale Souveränität
Der Schritt reiht sich in einen größeren Trend ein. Immer mehr europäische Behörden prüfen Open-Source-Lösungen, um die Kontrolle über ihre Daten zu behalten und sich unabhängiger von außereuropäischen Cloud-Anbietern zu machen.
Gerade geopolitische Spannungen und Datenschutzfragen verleihen dem Thema digitale Souveränität zusätzlichen Rückenwind – zuletzt befeuert durch die teils sehr aggressiven Äußerungen des US-Präsidenten gegenüber den europäischen Verbündeten.
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