Microsoft-Aktie: Stiller Machtverlust im KI-Reich!

Microsoft verliert die Exklusivität an OpenAI-Technologie. Die Aktie reagiert mit einem leichten Kursrückgang auf die neue Partnerschaftsvereinbarung.

Auf einen Blick:
  • Microsoft-Lizenz auf OpenAI-Technologie bleibt bis 2032, wird aber nicht-exklusiv
  • OpenAI kann künftig mit AWS und anderen Cloud-Anbietern arbeiten
  • Microsoft zahlt keine Revenue-Share mehr an OpenAI, erhält aber weiter Zahlungen bis 2030
  • Microsoft-Aktie gab nach Bekanntgabe leicht nach

Seit 2019 hat Microsoft mehr als 13 Milliarden Dollar in OpenAI gesteckt. Viel Geld, viel Vertrauen, und lange Zeit auch viel Kontrolle. Nun hat sich das Verhältnis der beiden verschoben, und die neue Vereinbarung liest sich wie ein Kompromiss, bei dem eine Seite mehr gegeben hat als die andere.

Exklusivität weg, Flexibilität her

Der Kern der Neuordnung: Microsofts Lizenz auf die Technologie von OpenAI bleibt zwar bis 2032 bestehen, wird aber nicht-exklusiv. OpenAI darf seine Produkte künftig über jeden Cloud-Anbieter ausliefern, also auch über Amazon Web Services. Dass die Microsoft-Aktie nach dieser Nachricht prompt 0,4 Prozent nachgab, ist bezeichnend. Der Markt sieht darin wohl einen Hinweis darauf, wie viel diese Öffnung für Microsoft bedeutet.

Denn bislang war Azure der einzige Weg für OpenAI-Produkte. Jetzt gilt: Wenn Microsoft „die notwendigen Kapazitäten nicht bereitstellen kann oder will“, darf OpenAI woanders hingehen. Das klingt nach einer Schutzklausel für OpenAI, nicht für Microsoft.

Microsoft Aktie Chart

Wer zahlt, wer kassiert

Beim Geld ist die Lage eindeutiger. Microsoft zahlt künftig keine Revenue-Share mehr an OpenAI. Umgekehrt fließen Zahlungen von OpenAI an Microsoft weiterhin bis 2030, bei einem fixen Satz von 20 Prozent. Microsoft bleibt also Anteilseigner und Zahlungsempfänger, verliert aber den Hebel, den ein exklusiver Technologiezugang bedeutet.

„Vereinfachung“ ist ein schönes Wort

Microsoft schreibt in seiner Mitteilung von „Vereinfachung“ und „Flexibilität für beide Seiten“. Das stimmt, nur eben nicht symmetrisch. OpenAI gewinnt operativen Spielraum, Microsoft behält den Zugang zur Technologie, gibt aber die Exklusivität auf. Nach 13 Milliarden Dollar Investition ist das eine auffällige Entwicklung. Die Aktie gab am Montag leicht nach. Vielleicht war das die ehrlichste Reaktion auf die ganze Geschichte.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)